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Lauda: "Österreich wird immer stärker in der Formel 1"

Die Rückkehr des Österreich-Grand-Prix sorgt auch in den Chefetagen der Formel 1 für Begeisterung - Niki Lauda und Helmut Marko erklären die Euphorie

(Motorsport-Total.com) - Nach einer Pause von elf Jahren kehrt die Formel 1 2014 wieder nach Spielberg zurück. Am 22. Juni findet auf dem Red-Bull-Ring der Große Preis von Österreich statt und das sorgt nicht nur bei den österreichischen Fans, sondern auch bei den Verantwortlichen der Formel-1-Teams für große Begeisterung.

Toto Wolff, Niki Lauda

Die Österreicher Toto Wolff und Niki Lauda besetzen bei Mercedes Schlüsselpositionen Zoom

"Spielberg ist ganz außergewöhnlich, denn die österreichische Kultur wird beim Rennen international auf der Welt verkauft. Und über die Ausstrahlung im Fernsehen ist das die beste Werbung, die Österreich nur haben kann", freut sich Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzender Niki Lauda bei 'ServusTV' und ergänzt: "Immer, wenn man im Fahrerlager über Spielberg redet, dann sind alle glücklich, besonders die, die es noch von früher kennen, dass wir hier wieder herkommen können. Und das finde ich eigentlich das Tollste für uns alle."

"Es ist alles bereit", berichtet Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko und erzählt stolz: "Wir haben einen sensationellen Winter - oder Nicht-Winter - gehabt, dadurch sind die Bauarbeiten sogar etwas über dem Zeitplan. Dadurch können wir davon ausgehen, dass über 50.000 Tribünenplätze zur Verfügung stehen werden. Das Allertollste ist ja: In 36 Stunden waren alle Tickets verkauft. Um das in Relation zu stellen: Auf dem Nürburgring waren am Sonntag 50.000 Zuschauer, in Hockenheim waren es nicht einmal so viele."

Marko freut sich auf "Hausmannskost"

Marko glaubt, dass der Österreich-Grand-Prix für den Rennkalender eine gute Ergänzung ist: "Da gibt es eine echte Herzlichkeit. Wir fahren ja sehr viel in Asien, wo es die tollsten Anlagen gibt. Aber das ist steril, während es bei uns diese Herzlichkeit gibt. Und wie Niki schon gesagt hat: Diejenigen, die bei den Grands Prix vor zehn Jahren schon da waren, die freuen sich alle wieder auf die Wirtshäuser, auf die Speisen. Du kriegst keine Shrimps und all das, was wir die gesamte Saison über ständig vorgesetzt bekommen, sondern deftige Hausmannskost."

Auch für Laudas Mercedes-Kollegen Toto Wolff ist es "ein tolles Gefühl, nach Spielberg zurückzukehren. Ich bin dort in den frühen 90er-Jahren kläglich im SEAT-Ibiza-Cup gefahren und habe auf einem Bauernhof gelebt. Jetzt mit einem konkurrenzfähigen Team dorthin zurückzukommen, ist super. Ich freue mich auch für die österreichischen Fans." Gegenüber der 'APA' erklärt der Motorsportchef: "Österreich ist ein motorsportbegeistertes Land. Dazu kommt die überproportional große Zahl an Österreichern, die in diesem Thema eine Rolle spielen. Österreich ist ein kleines Land voller Racer."

Ex-Formel-1-Pilot Gerhard Berger freut sich ebenfalls auf die Rückkehr der Königsklasse in seine Heimat: "Das ist die Rennstrecke, die mir am meisten bedeutet. Zeltweg in den 70er- und 80er-Jahren, da schmelze ich dahin. Auch der neue Ring ist eine Anlage vom Feinsten. Es ist ein Event in den Händen von Red Bull und Dietrich Mateschitz. Wenn der etwas anfängt, vor allem in diesem Bereich, dann wird das was. Das wird ein Bombenevent - ein guter Anschluss an alte Zeiten."

Österreicher in der Formel 1 - Alles nur Zufall?

Doch warum besetzen in der Formel 1 momentan überhaupt so viele Österreicher wichtige Positionen? "Reiner Zufall", meint Lauda. "Warum ist der Helmut bei Red Bull gelandet? Weil er dort was weiterbringt und eine konstruktive Arbeit abliefert - dank seiner Erfahrung. Ich habe angefangen bei RTL, wurde dann gebeten, den Vorsitzenden bei Mercedes zu machen, weil ich halt durch meine Rennfahrer-Erfahrung was einbringen kann."

"Das ist die Rennstrecke, die mir am meisten bedeutet." Gerhard Berger

Marko erklärt: "Wir können analytisch denken, können strategisch handeln, aber wenn es dann hart auf hart geht, zeigen wir auch eine gewisse Diplomatie. Man geht also nicht nur stur mit dem Kopf durch die Wand, wie das halt andere Nationen oft machen. Vielleicht macht das einen Teil unseres Erfolges aus." Lauda hält fest: "Österreich wird immer stärker in der Formel 1." Fehlt eigentlich nur noch, dass bald auch wieder ein österreichischer Fahrer mit dabei ist. Als bisher letzter nahm Christian Klien 2010 im HRT Platz.

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