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  • 23.01.2023 · 15:49

  • von Jonathan Noble, Co-Autor: Andre Wiegold

Lance Stroll: Altes Aston-Martin-Team hätte sich nicht aus dem Loch befreit

Aston Martin hat sich in der Formel-1-Saison 2022 aus einen tiefen Loch gegraben - Laut Lance Stroll wäre das mit der alten Mannschaft nicht möglich gewesen

(Motorsport-Total.com) - Als der Startschuss für die Formel-1-Saison 2022 fiel, hatte Aston Martin mit massiven Problemen zu kämpfen. Das neue Auto, das für die neuen Ground-Effect-Regeln entwickelt wurde, wollte nicht richtig funktionieren, weshalb das Team deutlich hinter der Konkurrenz im Mittelfeld lag. Aston Martin hat sich davon aber nicht unterkriegen lassen und ein solides Comeback gefeiert, das laut Lance Stroll mit dem alten Team nicht möglich gewesen wäre.

Lance Stroll, Sebastian Vettel

Lance Stroll lobt die Einstellung bei Aston Martin Zoom

Wie Mercedes sollte der Aston Martin für eine Menge Abtrieb sorgen, damit das Auto dicht an der Streckenoberfläche klebte. Jedoch entstand das Porpoising, das Hüpfen der Autos, weshalb die Fahrzeuge nicht so tief gefahren werden konnten, wie eigentlich geplant. Um das Porpoising zu eliminieren, musste das Auto höher gelegt werden und so musste eine Menge potenzieller Leistung geopfert werden.

Zum Großen Preis von Spanien brachte Aston Martin Updates auf den Weg, die zum Wendepunkt für das Team in der Saison 2022 werden sollten. Immerhin schaffte es der Rennstall noch, trotz des verpatzten Starts, auf Rang sieben in der Konstrukteurswertung. Aber vielleicht viel wichtiger: Das Team hat Fernando Alonso davon überzeugt, im Jahr 2023 dazu zu stoßen.

Team hat sich weiterentwickelt

Laut Stroll hätte es dieses Comeback vor einigen Jahren nicht gegeben, da das Team noch nicht bereit gewesen war, um sich aus so einem Tief zu befreien. "Die Mannschaft hat sich sehr weiterentwickelt", sagt er gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Das gilt für die Basis, die Arbeitsweise und auch die Entwicklung des Autos. Vor einigen Jahren wäre die Situation viel schwieriger gewesen, um sich noch aus diesem Loch zu graben."

Stroll erklärt, dass es "große Änderungen" gegeben habe, weshalb in Barcelona "ein völlig anderes" Auto auf der Strecke zu sehen war. Dazu kamen weitere Updates im Laufe der Saison, die das Fahrverhalten des Aston Martins verbessert haben sollen. "Wir waren in einigen Rennen plötzlich in einer viel besseren Position als zuvor", so Stroll.

"Das hätten wir vor einigen Jahren sicherlich nicht geschafft und das zeigt, dass wir große Fortschritte gemacht haben", meint der Aston-Martin-Pilot. "Das betrifft den gesamten Ansatz des Teams, denn wir sind viel dichter zusammengerückt als früher." Laut Stroll funktioniert die Integration besser als in den vorigen Jahren, da sich die Arbeitsmoral, die Kommunikation und die Prozesse deutlich verbessert haben.

Weitere Verbesserungen möglich


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Doch das Ende der Fahnenstange sei, so Stroll, noch nicht erreicht. Der Kanadier sieht die Konstanz als größte Baustelle für die Saison 2023 an, da es in der zweiten Saisonhälfte 2022 immer wieder Ausreißer nach unten gab. "Wir sind wettbewerbsfähiger geworden und haben um Punkte in den Rennen sowie den Einzug ins Q3 gekämpft. Da waren wir Anfang des Jahres nicht ansatzweise."

Dennoch gibt es noch genügend Luft für Verbesserungen, da es trotz der Updates und der besseren Zusammenarbeit im Team noch immer einige Rennen gab, in denen das Team keine Chance auf etwas Zählbares hatte. "Es gibt noch immer diese Wochenenden, an denen wir nicht wissen, warum wir besser drauf sind als an anderen. Wir haben Ideen, sind uns aber nicht 100 Prozent sicher. Wir haben aber dennoch den richtigen Weg eingeschlagen."

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