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"Kleiner Durchbruch": Ricciardo schöpft dank McLaren-Updates Selbstvertrauen

P7 und P9 für McLaren im Spanien-Quali: Daniel Ricciardo fühlt sich dank der Aero-Updates am MCL35M wohler - Lando Norris trauert besserem Ergebnis nach

(Motorsport-Total.com) - Ein "kleiner Durchbruch" sei das Qualifying zum Grand Prix von Spanien gewesen, schildert Daniel Ricciardo erfreut. Der Australier hat im Zeittraining in Barcelona mit Platz sieben aufgezeigt. Vor allem die Updates am MCL35M haben ihm mehr Selbstbewusstsein verliehen.

Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo stellt im Quali-Duell gegen Lando Norris auf 3:1 Zoom

Mit einem neuen Frontflügel und einem neuen Unterboden-Konzept ist das britische Traditionsteam zum vierten Rennwochenende des Jahres 2021 gereist. Obwohl die Piloten am Trainingsfreitag noch nicht restlos überzeugt waren, konnten sie im Zeittraining wieder ins Q3 einziehen.

Nach seinem enttäuschenden Q1-Aus in Portugal hat vor allem Ricciardo aufgezeigt. Darauf angesprochen erklärt er, dass die neue Konfiguration und das Set-up geholfen haben "besser und selbstbewusster" zu fahren. Vor allem in den schnellen Kurven zeigte er auf.

In Q3: Ricciardo verpasst letzten Versuch

In Q3 konnte Ricciardo den schnellsten ersten Sektor aller Piloten fahren: 21.724. Damit war er um sechs Hundertstelsekunden schneller als Polesetter Lewis Hamilton. "In Sektor 1 waren wir ziemlich schnell, ich konnte ein paar Mal lila Zeiten setzen."

Noch am Freitag sei der McLaren "knifflig" zu fahren gewesen. "Ich hatte nicht so viel Vertrauen in den schnellen Kurven. Das habe ich nun gezeigt." Denn: "Sobald du durch Kurve 1 fährst, steigst du einfach aufs Gas und bleibst drauf. Dazu war ich nun selbstbewusst genug."

Mit seiner ersten Q3-Runde in 1:17.622 Minuten beendete Ricciardo das Zeittraining schließlich, knapp neun Zehntelsekunden fehlten auf die Poleposition. Den zweiten Versuch konnte er nicht mehr fahren, da er zu spät über die Start-Ziel-Linie kam.


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Da sich im zweiten Versuch nur Charles Leclerc im Ferrari im Mittelfeld verbessern konnte (dahinter auch Sergio Perez und Fernando Alonso) verlor er dadurch nur eine Startposition. "Das war dennoch ein Schritt vorwärts", funkte er danach seinem Renningenieur.

"Das ist sicherlich ein positiver Tag. Dennoch frage ich mich, was hätte sein können, weil wir den letzten Run verpasst haben. Uns lief die Zeit davon." Ricciardo konnte dennoch im Qualifying-Duell gegen Teamkollegen Lando Norris auf 3:1 stellen.

"Es hat sicherlich Zeit gebraucht, bis ich auf Tempo gekommen bin. Und Lando ist bislang außerordentlich gut gefahren. Diese zwei Faktoren waren herausfordernd." Ist das nun der erhoffte Durchbruch, nach den zuletzt durchwachsenen Rennwochenenden?

Norris: Alpine und Ferrari waren sehr stark

"Es gibt immer noch Kurven, in denen ich meinen Weg erst finden muss, sozusagen. Es ist daher ein kleiner Durchbruch." Die Updates, die McLaren nach Barcelona mitgebracht hat, haben gut funktioniert: "Wir haben unser Set-up verbessert, und dadurch die Updates zum Arbeit gebracht haben."

"Dadurch haben wir wohl die Pace gefunden", erklärt Ricciardo. Teamkollege Norris stimmt zu: "Das Auto hat sich gut angefühlt, ich habe mich wohlgefühlt. Das läuft alles in eine gute Richtung. Wir konnten es nur einfach nicht zeigen."

Der Brite wirkt ein wenig enttäuscht über Platz neun. Er schaffte nur eine Runde in 1:18.010 Minuten, damit war er um vier Zehntelsekunden langsamer als sein Garagennachbar. Zwar konnte Norris im Gegensatz zu Ricciardo einen letzten Q3-Run fahren, sich aber nicht verbessern.


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Im dritten Sektor blieb er dreieinhalb Zehntel hinter seiner persönlichen Sektorbestzeit. "Ich hatte die Chance weiter vorne zu stehen, hätte ich eine gute Runde gehabt." Vor allem Ferrari sei am Samstag zu stark gewesen, merkt er an.

"Besonders in den Kurven sind sie extrem schnell", konnte Norris beobachten. "Die Jungs waren wohl einfach ein wenig schneller." Auf die Rundenzeit von Charles Leclerc fehlten ihm am Ende eine halbe Sekunde. Doch auch Alpine war mit Esteban Ocon am Samstag schneller als McLaren.

"Sie waren auch das ganze Wochenende stark, wie in Portugal. Sie haben es gut zusammengebracht und machen einen guten Job, wie erwartet. Das macht es für uns schwieriger und enger. Wenn man dann kein sauberes Qualifying hat, bezahlt man den Preis dafür."

Was erwartet er für Sonntag? "Das ist keine einfache Aufgabe, hier zu überholen. Eine der Überholmöglichkeiten ist jetzt weg", spielt er auf die Umgestaltung von Kurve 10 an. "Das ist also keine ideale Strecke, um im Rennen aufzuholen. Aber wir geben unser Bestes."

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