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Kimi Räikkönen von Vettel distanziert: "Ein schwieriger Tag"

Sebastian Vettel jubelt, Kimi Räikkönen seufzt: Der Finne kämpft in Singapur mit dem Fahrverhalten seines Ferrari - Trotzdem rettet er ein gutes Ergebnis

(Motorsport-Total.com) - Im Ferrari-Duell ist Kimi Räikkönen in dieser Saison meist einen Schritt hinter Sebastian Vettel. Zuletzt in Monza stellte der Finne vor tausenden Tifosi seinen Boliden auf Startplatz zwei. Doch sein Traum von der Champagner-Dusche war schon mit einem völlig verpatzten Start vorbei. Nun eröffnete sich in Singapur im Qualifying eine große Chance, da Mercedes ungewohnt schwächelte. Schließlich setzte es Vettel perfekt um und eroberte die erste Ferrari-Pole seit Sommer 2012.

Sebastian Vettel, Kimi Räikkönen

Die Mimik der beiden Ferrari-Fahrer sagt alles über ihre Gedanken Zoom

Räikkönen war am Ende um 0,782 Sekunden langsamer als der Deutsche. In der Formel 1 sind das Welten. Trotzdem reichte es für den Weltmeister von 2007 für Startplatz drei in der zweiten Reihe. "Aus irgendeinem Grund war es ein schwieriger Tag", seufzt Räikkönen, während Vettel in der Pressekonferenz übers ganze Gesicht strahlte. "Ich hatte keinen optimalen Grip und auf der Bremse und am Kurveneingang hatte ich etwas Mühe", beschreibt der "Iceman" wo er die Zeit verlor.

"Meine Startposition ist nicht ideal, aber das Endergebnis ist an so einem schwierigen Tag schon okay. Ich bin mir sicher, dass wir für morgen etwas gefunden haben. Es sollte für morgen okay sein", schätzt Räikkönen die Perspektive für das Rennen ein. "Wir müssen natürlich versuchen ein starkes Ergebnis zu holen und einen Doppelsieg zu feiern. Wir werden sehen, was morgen passieren wird."

Dass Räikkönen etwas mehr Mühe als Vettel hatte, wurde schon im ersten Qualifying-Abschnitt deutlich. Vettel fuhr nur einen Versuch mit Soft-Reifen und kehrte dann an die Box zurück. Räikkönen ging mit dem gleichen Reifensatz noch einmal auf die Strecke und konnte seine Zeit noch verbessern, während die Konkurrenz inklusive Mercedes schon auf die schnelleren Supersofts wechselte.

Mit dieser Taktik konnte sich Ferrari einen frischen Satz Supersofts aufsparen. Machte sich Räikkönen Sorgen, als er am Ende von Q1 als einziger mit gebrauchten Soft-Reifen auf der Strecke war? "Eigentlich nicht, denn du weißt, ob es eine gute Runde ist oder nicht. Ich denke, es hätte auch mit der ersten Runde gereicht. Wir wollten auf dem einen Satz bleiben, es war also okay. Es besteht natürlich immer die Gefahr, dass es hektisch wird, aber es war in Ordnung."

Nun muss Räikkönen am Sonntag ein besserer Start als zuletzt in Monza gelingen. Er steht direkt hinter Vettel auf der sauberen Seite. "Wir wissen nicht, ob das einen Unterschied macht", meint er wie immer kurz angebunden. Monza hat der Routinier längst vergessen. "Es gibt deswegen keinen Druck und ändert nichts für morgen."