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Kein Renault-Angriff: Müssen uns im Konzern erst beweisen

Laut Renault-Technikchef Bob Bell will sich das Team erst mit geringeren Mitteln außerhalb der Top 3 etablieren, bevor man den Angriff auf Mercedes & Co. wagt

(Motorsport-Total.com) - Bei Renault passiert derzeit alles mit kleinen Schritten. Zwar stockt der Rennstell derzeit Fabriken und Mitarbeiter in Enstone auf, allerdings ist man noch weit von den Mitteln entfernt, die Topteams wie Ferrari oder Mercedes zur Verfügung stehen. Rund 620 Köpfe zählt man bei den Franzosen, etwa 860 sollen es bei Mercedes sein, rund 900 bei Ferrari. Bis man diese Zahlen erreicht, könnte es noch etwas dauern.

Bob Bell

Bob Bell will es zuerst Force India nachmachen, dann weitersehen Zoom

Denn laut Technikchef Bob Bell muss das Team erst einmal beweisen, dass man auch mit kleineren Mitteln mithalten kann. Renault wurde in der abgelaufenen Saison Sechster, lag aber punktetechnisch deutlich hinter Force India, die trotz geringer Mittel Rang vier erreichten. "Wir sollten in der Lage sein, das mit ähnlichen Ressourcen zu erreichen. Das ist klar", betont Bell. "Und bis wir dem Renault-Konzern nicht bewiesen haben, dass auch wir das erreichen können, werden sie keinen Scheck für mehr Leute oder mehr Ressourcen ausstellen", weiß er.

Darum werde man sich in naher Zukunft erst einmal so erweitern, dass man möglichst konstant um die Plätze außerhalb der Top 3 kämpfen kann. "Wenn wir das geschafft haben, dann können wir anfangen zu besprechen, was nötig ist, um in die Top 3 zu kommen oder Mercedes, Ferrari und Red Bull anzugreifen, denn die sind in Sachen Ressourcen noch einmal eine andere Liga", betont Bell.


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Bis dahin backt man in Enstone erst einmal kleinere Brötchen. Doch darin sieht man bei Renault auch einen Vorteil: Derzeit wird häufig über eine Abspeckung der Formel-1-Teams geredet, um Kosten zu sparen. Sollte die Formel 1 etwa eine Budget- oder Mitarbeiter-Obergrenze einführen, "dann würde uns das entgegenkommen", so Bell. "Wir müssten uns nicht wieder kleiner machen, sondern könnten hoffentlich bis dahin wachsen. Das versuchen wir vernünftig einzuschätzen."

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