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Kampf um Platz drei: McLaren muss auf Probleme bei Racing Point hoffen

Zehn Punkte trennen McLaren vor dem Saisonfinale von P3 in der Hersteller-WM, doch gegen Racing Point rechnet man sich keine großen Chancen mehr aus

(Motorsport-Total.com) - Weil Racing Point am vergangenen Wochenende in Sachir mit beiden Fahrern auf dem Podium ordentlich punkten konnte, baute das Team seinen Vorsprung im Kampf um Platz drei in der Konstrukteurswertung aus. Vor dem letzten Rennen in Abu Dhabi liegen zehn Punkte zwischen Racing Point und McLaren.

Andreas Seidl, Sergio Perez

Andreas Seidl im Gespräch mit Racing-Point-Pilot und Sachir-Sieger Sergio Perez Zoom

"Es ist wichtig, ein sauberes Wochenende zu haben", sagt McLaren-Teamchef Andreas Seidl vor dem Formel-1-Saisonfinale. Er räumt ein, dass eine Reihe schwieriger Qualifyings dem Team in den letzten Rennen nicht gerade dabei geholfen haben, gegen die in starker Form befindliche Konkurrenz von Racing Point anzukommen.

"Wir müssen einfach sicherstellen, dass wir wieder abliefern, denn wir haben es jetzt drei Rennen hintereinander nicht geschafft, beide Autos in Q3 zu haben", blickt Seidl zurück. "Zusammen mit der Zuverlässigkeit, der Leistung unserer Fahrer und mit der operativen Stärke, was die Boxenstopp-Strategie angeht, können wir hoffentlich in Abu Dhabi noch einen guten Kampf liefern."

Seidl zieht Vergleich zu Racing Point

Allerdings ist sich der McLaren-Teamchef bewusst, dass es schwierig werden würde, das Ruder gegen Racing Point unter normalen Umständen noch einmal herumzureißen: "Nun, ich denke, wie wir schon die ganze Saison über gesagt haben, ist der Racing Point eindeutig das schnellere Auto, das schnellere Paket."

"Wenn sie ein sauberes Wochenende haben, ist es schwierig, gegen sie zu kämpfen. Aber am Ende haben wir es im Laufe der Saison geschafft, diesen Kampf am Leben zu halten, weil wir ein konkurrenzfähiges Auto haben, was ein großer Schritt nach vorne im Vergleich zum vergangenen Jahr ist", betont der Deutsche.


Grand Prix von Abu Dhabi

Die reine Performance sei zwar noch nicht da, wo Racing Point ist. Seidl erkennt aber: "Wir hatten insgesamt eine größere Zuverlässigkeit. Und wir hatten ein Rennteam, das auf der operativen Seite sehr stark war. Was die Rennstrategie betrifft, haben wir zusammen mit unseren beiden großartigen Fahrern all diese tollen Punkte geholt."

Carlos Sainz: "Wir sind die Underdogs"

Genau darauf müsse sich McLaren nun auch in Abu Dhabi konzentrieren, um "ein möglichst sauberes Rennwochenende zu absolvieren und das Maximum aus unseren Möglichkeiten herauszuholen". Allerdings gibt der Teamchef zu: "Da wir jetzt natürlich im Rückstand sind und Racing Point ein schnelleres Auto hat, müssen wir auf Probleme auf Seiten von Racing Point hoffen. Das ist klar."

Carlos Sainz, der beim Saisonfinale sein letztes Rennen mit McLaren bestreiten wird, bevor er zu Ferrari wechselt, sieht den Kampf um Platz drei indes schon mehr oder minder verloren. "Ich habe das Gefühl, dass wir dieses Mal verdientermaßen die Underdogs sind", zieht den Spanier den Vergleich zu Racing Point.

"Ich denke, sie waren das ganze Jahr über schneller", sagt er weiter. "Ein Rennen wie das von Perez zeigt, wie gut er und das Auto im Moment fahren. Ich freue mich sehr für Checo, ganz ehrlich, aber gleichzeitig zeigt es auch, wie schnell der Racing Point ist. Ich verstehe einfach nicht, warum sie den dritten Platz noch nicht fixiert haben."

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