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  • 27.01.2014 19:18

James Key - Toro Rossos Schlüssel zum Erfolg

James Key blickt auf die Arbeit der vergangenen 16 Monate bei Toro Rosso zurück und spricht über die Entwicklung des STR9 sowie die Zusammenarbeit mit Renault

(Motorsport-Total.com) - James Key übernahm im September 2012 die Position des Technischen Direktors bei Toro Rosso. Da die Entwicklung des STR8 für 2013 bei seiner Ankunft in Faenza schon weit fortgeschritten war, konzentrierte sich der Brite gleich auf die Herausforderungen des Jahres 2014, angefangen mit der Aerodynamik. "Auf der Aerodynamik lag unser Schwerpunkt, diese Abteilung wollten wir voranbringen und konkurrenzfähiger machen", sagt Key. "In den vergangenen sechs Monaten haben wir daran gearbeitet, unsere Aerodynamik-Abteilung aufzustocken."

James Key, Jean-Eric Vergne

James Key (links) ist gewissermaßen der Vater des neuen Toro Rosso Zoom

"Sie ist beträchtlich gewachsen, wir verfügen nun über eine Menge Leute mit viel Erfahrung aus der Formel 1. In diesem Jahr werden weitere neue Leute zu uns kommen, ich würde daher sagen, die Arbeit ist noch im Gange, aber die Gruppe entwickelt sich sehr gut. Langsam aber sicher entspricht die Aerodynamik-Abteilung dem, wie sie in einem Team dieser Größe und mit diesem Budget sein sollte", so Key.

"Es war ein großes Projekt, bei dem mir Brendan Gilhome sehr geholfen hat, der im vergangenen Juni als neuer Chef der Aerodynamik-Abteilung nach Bicester kam. Wir haben an 2014 gearbeitet, ohne die Aufgabe zu vernachlässigen, das meiste aus dem 2013er-Auto herauszuholen. Wir bewegen uns in die richtige Richtung und machen gute Fortschritte", sagt der Technische Direktor.

Wechsel des Motorenpartners ein großer Schritt

Toro Rosso Renault

Unter der Haube des STR9 arbeitet eine Antriebseinheit von Renault Zoom

Über den Wechsel zum 1,6-Liter-Turbomotor wird in diesem Jahr am meisten geredet. Im Zuge dieser Regeländerung erhielt Toro Rosso mit Renault einen neuen Partner, der die Antriebseinheit liefert; den Mix aus dem Verbrennungsmotor und Energierückgewinnungssystem (ERS). "Der Wechsel des Motorenpartners ist für beide Seiten ein Schritt ins Unbekannte, bis sich die Zusammenarbeit eingespielt hat", sagt Key. Die Zusammenarbeit mit Renault wurde im vergangen Jahr am Rande des Grand Prix von Monaco bekanntgegeben, und schon kurz darauf begann die Arbeit, damit in diesem Jahr alles rund läuft.

"Renault hat uns von Beginn an großartig unterstützt. Wir hatten ständig einen guten Überblick, wie weit sie mit der Antriebseinheit sind und wie ihr Entwicklungsplan aussieht, daher konnten wir sehr schnell Tempo aufnehmen", lobt Key die Zusammenarbeit mit den Franzosen. "Den bisherigen Motorenlieferanten und damit eingespielte Abläufe und das gegenseitige Verständnis für die Arbeitsweise des anderen aufzugeben, und gleichzeitig auf eine völlig neue Antriebseinheit zu wechseln, die man nicht kennt, war ein recht großer Schritt."

"Man muss nicht nur versuchen, eine Beziehung aufzubauen, sondern muss das innerhalb eines für beide Seiten sehr komplexen Projekts bewerkstelligen. Renault hat das genau erkannt und hat uns sehr geholfen. Sie waren sehr proaktiv, es gab täglich Besprechungen zwischen unserem Design-Team und ihnen. Wir haben bereits eine gute Arbeitsbeziehung zu ihnen aufgebaut", so Key.

Toro Rosso übernimmt Getriebe von Red Bull

Einer der geläufigsten Mythen im Formel-1-Fahrerlager ist, Toro Rosso sei nur ein Satellitenteam von Red Bull; eine falsche Annahme, die in den Anfangsjahren des Teams entstand, als die Regeln anders waren. Heute werden die Autos mit Ausnahme einiger weniger Komponenten, wie den inneren Teilen des Getriebes und des Motors, komplett bei Toro Rosso entworfen und hergestellt. Durch den Wechsel zu Renault, die auch Red Bull antreiben, können die Teams einige technische Synergien nutzen.


Präsentation des Toro Rosso STR9

"Das ist sinnvoll, zumal wir dem gleichen Eigentümer gehören und die gleiche Antriebseinheit wie Red Bull verwenden. Vor allem bei der Einführung solche komplizierter neue Regeln", sagt Key. "Da wir die gleiche Antriebseinheit wie Red Bull benutzen, können wir auch das Innenleben ihres Getriebes verwenden. Sie haben unter den 2014er-Reglen für diese Komponenten eine gute Lösung gefunden, daher ist es sinnvoll, dass wir sie übernehmen. Der Rest des Autos wurde aber vollständig von Toro Rosso entworfen."

Die neue Antriebseinheit hatte auch Auswirkungen auf andere Bereiche des STR9. "Die Installation der Antriebseinheit ist eine große Herausforderung, denn man muss auf die Kühlkreisläufe und andere Elemente achten. Da auch die Regeln für das Chassis und die Verkleidung erheblich geändert wurden, sehen die Autos in diesem Jahr in einigen Bereichen sehr unterschiedlich aus. Bei der Entwicklung des Chassis ging es vor allem darum die Philosophie der Aerodynamik in Einklang mit den Regeln zu bringen, und gleichzeitig alle Herausforderungen zu bewältigen, die 2014 bereit hält", erläutert Key.

Weiterer Ausbau der Fabrik in Faenza

"Obwohl gewisse Bereiche des Autos nicht besonders unterschiedlich aussehen, hatten die haarfeinen Änderungen der Verkleidung überraschend große Auswirkungen. Daher mussten wir entscheidende Aspekte der Aerodynamik das Autos völlig neu entwickeln", so Key. Abgesehen von den Aufgaben, die bis zum Saisonstart in Melbourne bewältige werden müssen, geht die Arbeit an der Verbesserung der Infrastruktur, der Ausstattung und der Arbeitsweise in der Fabrik in Faenza weiter.

Diese Anstrengungen sollen sich in dieser Saison auch in sportlichen Ergebnissen niederschlagen. "Wir waren 2013 schneller als es unser Punktestand aussehen lässt, wenn man sich die Rennen genauer anschaut", sagt Key. "Wir haben aber nicht immer das Beste aus unseren Möglichkeiten gemacht. Daher stecken wir all unsere Anstrengungen darin, die Situation in diesem Jahr zu verbessern."

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