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  • 15.01.2022 · 16:27

  • von Ruben Zimmermann, Co-Autoren: Charles Bradley, Jim Utter

Jacques Villeneuve: WM-Finale 2021 war "auf jeden Fall gut für den Sport"

Jacques Villeneuve denkt, dass das kontroverse Saisonfinale in Abu Dhabi der Formel 1 mehr geholfen als geschadet hat - Er glaubt an eine Rückkehr von Lewis Hamilton

(Motorsport-Total.com) - Das kontroverse Formel-1-Finale 2021 in Abu Dhabi sorgte vor allem bei Mercedes und den Fans von Lewis Hamilton für eine Menge Kritik. Toto Wolff sah beispielsweise die Integrität des Sports und des Reglements untergraben. Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve sieht die Situation jedoch ganz anders und deutlich entspannter.

Lewis Hamilton (Mercedes) beim Formel-1-Finale 2021 in Abu Dhabi hinter dem Safety-Car

Durch ein spätes Safety-Car verlor Lewis Hamilton den WM-Titel 2021 Zoom

"Es ist auf jeden Fall gut für den Sport", findet der Champion von 1997 und erklärt: "Weil Lewis jetzt zurückschlagen und versuchen muss, seinen achten Titel zu gewinnen." Der Kanadier erklärt im Hinblick auf das Rennen in Abu Dhabi: "Es war etwas kontrovers, aber das ist immer so, wenn sich alles erst im letzten Rennen entscheidet."

Der inzwischen 50-Jährige spricht aus Erfahrung. 1997 wurde er selbst nach einer Kollision im letzten Saisonrennen mit Michael Schumacher Weltmeister. Der Deutsche wurde daraufhin aus der WM ausgeschlossen. Heute arbeitet Villeneuve unter anderem als TV-Experte und erklärt, das Finale 2021 habe auf jeden Fall für Schlagzeilen gesorgt.


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Und das tut es auch mehr als einen Monat danach noch immer. Aktuell dreht sich alles um die Frage, ob Hamilton 2022 überhaupt zurückkehren wird. "Wer weiß das schon?", zuckt Villeneuve die Schultern und erinnert: "Niemand hatte erwartet, dass Rosberg [nach seinem WM-Titel 2016] nicht zurückkommt."

Er glaube zwar, dass Hamilton nicht zurücktreten werde. Aber man könne nicht wissen, was bei anderen Leuten im Kopf vorgehe. Er könne sich vorstellen, dass die Stimmung bei Hamilton nach dem Saisonfinale "ziemlich negativ" sei. "Aber man muss einfach wieder loslegen", so Villeneuve, der auch hier aus Erfahrung spricht.


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1996 kämpfte er bis zum letzten Saisonrennen gegen seinen damaligen Williams-Teamkollegen Damon Hill um den Titel und verpasste die Weltmeisterschaft schließlich, nachdem er beim Finale in Suzuka durch einen Defekt ausschied. Nur ein Jahr später gewann er seinen ersten und einzigen WM-Titel in der Formel 1.

Auf die Frage, ob Max Verstappen ein verdienter Weltmeister sei, antwortet er diplomatisch: "Ich denke, das hängt davon ab, ob man ein Fan von Verstappen oder von Lewis ist." Seiner persönlichen Meinung nach habe Verstappen den Titel aber auf jeden Fall verdient. Da stimmt man ihm übrigens auch bei Mercedes zu.

Bei seiner Aussage, dass das Finale gut für den Sport gewesen sei, dürfte das eher nicht der Fall sein.

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