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  • 28.04.2011 · 13:35

Istanbul: Entscheidung erst in den Sommermonaten

Gastiert die Formel 1 in diesem Jahr zum vorerst letzten Mal in der Türkei? Eine Entscheidung fällt wohl erst im Sommer - Das Antrittsgeld ist die Hürde

(Motorsport-Total.com) - Bernie Ecclestone stellt Istanbul die Rute ins Fenster: Ab der kommenden Saison sollen die Türken ein deutlich erhöhtes Antrittsgeld für den Grand Prix bezahlen oder die Formel 1 macht künftig einen Bogen um den Bosporus. Den örtlichen Organisatoren will dieses "Angebot" freilich nicht wirklich schmecken, doch eine endgültige Entscheidung wird wohl noch geraume Zeit auf sich warten lassen.

Teamtrucks im Fahrerlager

2011 ist das Fahrerlager in Istanbul gut gefüllt, aber bleibt es ab 2012 leer? Zoom

Dies bestätigt Murat Yalcintas, Präsident der Handelskammer von Istanbul, gegenüber 'Autosport'. Aufgrund der geforderten 18 Millionen Euro an Gebühren ab 2012 markiere das Jahr 2011 einen Wendepunkt im Hinblick auf den Grand Prix der Türkei, betont Yalcintas und gibt zu bedenken: "Abhängig von diesen Diskussionen wird es weiterhin ein Formel-1-Rennen geben oder eben nicht."

"Weder die eine noch die andere Seite haben bisher ein offizielles Statement dazu herausgegeben. Wir können nur sagen: Herr Ecclestone besteht auf einen Deal, der 18 Millionen Euro pro Jahr umfasst. Die türkische Regierung steht diesem Vorschlag nicht positiv gegenüber", meint Yalcintas. Derzeit sei nicht absehbar, wann die Zukunft des Istanbul-Events zweifelsfrei geklärt sein wird.¿pbvin|512|3626|inside|0|1pb¿

"Es ist unmöglich, ein bestimmtes Datum zu nennen, denn der Formel-1-Kalender wurde in den vergangenen Jahren zu unterschiedlichen Terminen vorgestellt. Wir rechnen mit einer offiziellen Bekanntgabe zwischen August und September 2011", sagt Yalcintas. "Durch die Schwierigkeiten in Bahrain könnten sich die Verhandlungen durchaus bis zum Ende des Sommers hinziehen."

Die Türkei profitiere auf jeden Fall vom Formel-1-Rennen am Bosporus, erklärt Yalcintas. "Was die lokale Wirtschaft anbelangt, zieht die Formel 1 die meisten unserer Besucher aus Bulgarien, Griechenland oder anderen europäischen Ländern an. Uns ist klar: In solchen Dingen Kontinuität zu wahren, ist wichtiger als neue Events hinzuzufügen. Eine 'Formel-1-Wirtschaft' haben wir aber nicht."