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Hülkenberg: Grusel-Graining statt Podiumsplatz

Vom ersten Moment an ging für Nico Hülkenberg beim Großen Preis von Österreich 2016 alles schief - Am Ende null Punkte für Force India auf Vorzeigestrecke

(Motorsport-Total.com) - Force India und der Red Bull Ring - das war in der Vergangenheit stets eine Kombination, in der Punkte garantiert waren (Alle Ergebnisse von Force India in Spielberg). Mit dem zweiten Startplatz von Nico Hülkenberg schien sich die Stärke des Rennstalls rund um Bob Fernley fortzusetzen. Doch im Rennen sollte alles anders kommen: Hülkenberg tappte von einer Katastrophe in die nächste, Sergio Perez schied kurz vor Schluss auf Rang acht liegend mit Bremsdefekt aus. Er wurde als 17. gewertet.

Nico Hülkenberg, Sergio Perez

Probleme mit Bremsen und Reifen: Für Force India lief in Spielberg gar nichts Zoom

Für Hülkenberg ging von Anfang an nichts. "Ein ziemlich schwarzer Sonntag", bemerkt er sarkastisch. Schon der Start lief überhaupt nicht nach Plan, anschließend wurde er immer weiter durchgereicht. "Das Auto ist schon im ersten Stint nur rumgerutscht und die Reifen hatten Graining. Die Balance war unterirdisch, ich habe das Auto nicht wiedererkannt. Ein frischer Satz Reifen brach immer schon nach drei bis vier Runden ein." De-facto-Teamchef Fernley ergänzt: "Es war ein Desaster. Er hatte Probleme mit den Bremsen und den Reifen."

Immer tiefer fiel der Emmericher in die Niederungen des Mittelfelds, eine Strafe für zu schnelles Fahren in der Boxengasse kam dazu. "Auch das Safety-Car war keine Hilfe für ihn", bemerkt Fernley. Nach dem ersten Stopp lag er bereits außerhalb der Punkteränge. Es sollte nicht besser werden; Hülkenberg stabilisierte sich letztlich auf Rang 14, bevor er kurz vor Schluss nach drei Boxenstopps ausschied. "Ich bekam Vibrationen und das Team sah, dass es mit dem Bremsverschleiß kritisch aussah, deshalb haben wir das Auto abgestellt. Wir müssen das erst einmal verdauen und verstehen, was heute geschehen ist."


Fotostrecke: GP Österreich, Highlights 2016

Für Sergio Perez lief es etwas besser, wenn auch nicht auf dem Niveau, auf dem sich Force India normalerweise auf Strecken mit langen Geraden präsentiert. "Das ist eine große Schande, in der letzten Runde des Rennens auszuscheiden", flucht der Mexikaner. "Es tut mir sehr leid für das Team, denn sie hätten heute wirklich Punkte verdient gehabt." Nach einem guten Start mit vier gewonnenen Positionen tauchte Perez bald am Heck seines strauchelnden Teamkollegen auf und arbeitete sich während des Rennens sukzessive nach vorn.

Auf Rang acht angekommen, schien alles für ein solides Punkteresultat angerichtet zu sein, da bewahrheitete sich, was sich bereits bei Hülkenberg angekündigt hat. "Ich habe hart gepusht, um an Grosjean dranzubleiben, weil ich um seine Fünf-Sekunden-Strafe wusste" holt Perez aus. "Dann hatte ich in der letzten Runde in Kurve drei hinein keine Bremsen mehr und bin einfach geradeaus geschossen. Ich bin in die Wand eingeschlagen, aber bin absolut okay. Es nervt, weil das Team heute alles richtig gemacht hat und wir einfach nur vom Pech gestoppt wurden.