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Helmut Marko über Testauftakt: "Wir alle lächeln gerade ziemlich viel"

Max Verstappen hat am Mittwoch eine überlegene Bestzeit hingelegt, und Helmut Markos Laune nach dem Testauftakt in Bahrain spricht Bände ...

(Motorsport-Total.com) - Man darf nicht vergessen: Viel oder wenig Benzin im Tank, alte oder neue, harte oder weiche Reifen, Drosselungsgrad der Powerunit - es gibt viele Faktoren, warum man die Rundenzeiten des ersten Testtags nicht auf die Goldwaage legen sollte. Aber der Auftakt, den Red Bull am Mittwoch in Bahrain mit dem neuen RB20 hingelegt hat, ist beeindruckend.

Titel-Bild zur News: Christian Horner, Helmut Marko, Sergio Perez

Sichtlich gute Laune: Christian Horner, Helmut Marko und Sergio Perez am Mittwoch in Bahrain Zoom

Am Ende des Tages hatte Max Verstappen 143 Runden absolviert, sein Vorsprung auf den Rest der Welt betrug über eine Sekunde - und Helmut Marko war sichtlich gut gelaunt: "Wir alle lächeln gerade ziemlich viel", antwortet er auf die Frage der Kollegen von Motorsport.com in den Niederlanden, ob Verstappen denn nach dem Test gelächelt habe.

Der erste Eindruck vom RB20 sei "sehr, sehr, sehr beeindruckend", sagt der 80-jährige Österreicher mit (nachgezählt) dreimal "sehr", und man habe "mehr oder weniger gar keine Probleme" gehabt. Außerdem lobt Marko: "Das Konzept funktioniert. Das war das Wichtigste. Das Auto reagiert, und wir können uns schon überlegen, wie wir es weiterentwickeln. Es sieht gut aus."

Red Bull hatte in der zweiten Jahreshälfte 2023 und über den Winter das technische Konzept des rekordverdächtigen 2023er-Modells stark umgekrempelt, obwohl man genauso gut auch auf Evolution statt Revolution hätte setzen können. Insbesondere die innovativen Lufteinlässe bei den Seitenkästen sind derzeit in der Formel 1 ein heiß diskutiertes Thema.

Red Bull ist schon beim Feintuning des RB20 angekommen

Das Konzept derart umzukrempeln, sei "ein Risiko" gewesen, räumt Marko ein. Aber: "Das Auto reagiert, wann immer wir was umstellen, genau wie erwartet. Daher können wir jetzt schon feintunen." Das klingt nicht so, als würde man sich aufgrund des Konzeptwechsels dramatische Kinderkrankheiten einfangen.

Das ist bei anderen, die für 2024 munter beim 2023er-Red-Bull abgekupfert haben, anders. George Russell im Mercedes etwa fehlten am Ende 2,8 Sekunden auf Verstappens Bestzeit.

Doch Marko schreibt Mercedes nicht ab: "Die hatten Probleme, während unser Auto zuverlässig lief, und sie haben keine neuen Reifen draufgemacht, als die Temperaturen sanken. Sie sind offensichtlich ein komplett anderes Programm gefahren als wir."

Auf Red-Bull-Seite sei man "stolz" drauf, wie der erste Testtag gelaufen ist. Marko freut sich: "Die Zuverlässigkeit ist unglaublich. Und von der Reifenperformance her scheint Ferrari wieder mehr Probleme zu haben als wir. Der McLaren wirkt auch ein bisschen nervöser."


"Bei Mercedes weiß ich nicht, was sie gemacht haben. Die sind sicher schneller, als sie uns gezeigt haben. Aber wir können zuversichtlich sein."

Das sagt Verstappen zum ersten Testtag

Am Donnerstag teilt sich Verstappen das Auto planmäßig mit Sergio Perez, und dann ist sein Pensum an Saisonvorbereitung auch schon erfüllt. Der dreimalige Weltmeister teilt Markos positiven ersten Eindruck: "Ich hatte viel Spaß auf der Strecke", sagt er, und: "Wir haben viele Runden gedreht und einige Dinge mit dem Auto ausprobiert, was wichtig war. Ich bin insgesamt zufrieden, wie es gelaufen ist."

"Nach der Winterpause sind die ersten Runden immer ein wenig überraschend, aber dann kommt man schnell wieder in Schwung. Insgesamt hat das Auto gut reagiert, und wenn man bedenkt, dass es nur ein Test war, hatten wir einen guten Tag", erklärt Verstappen.