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Hamiltons Sieg hing am seidenen Faden

China als gutes Omen: Vor dem Start in Abu Dhabi trat an Lewis Hamiltons Auto ein technischer Defekt auf, trotzdem gewann er das Rennen

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Ausfall von Sebastian Vettel schon nach wenigen Metern hatte Lewis Hamilton am vergangenen Sonntag in Abu Dhabi leichtes Spiel - eigenen Angaben nach reichten ihm schon 99 Prozent, um den Grand Prix vor Fernando Alonso zu gewinnen. Aber bereits vor dem Start hätte ihm beinahe die Technik einen Streich gespielt.

McLaren-Mechaniker

Die McLaren-Mechaniker retteten in Abu Dhabi den Sieg von Lewis Hamilton

Denn genau wie beim Grand Prix von China, wo der Brite seinen ersten Saisonsieg gefeiert hatte, brach während der Vorstartphase (30 bis 15 Minuten vor Beginn der Aufwärmrunde) plötzlich Hektik in der McLaren-Box aus. "Leider hatten wir das gleiche Problem wie in China, aber nicht ganz so schlimm", erklärt ein Mechaniker des Rennstalls gegenüber der 'BBC'. "Wir haben es ein bisschen schneller hinbekommen - und letztendlich war es sogar ein gutes Omen."

"Wir hatten es diesmal früher im Griff. Wir haben Maßnahmen gesetzt, um das Problem zu identifizieren", sagt der McLaren-Mitarbeiter. Welche Maßnahmen das waren, entzieht sich unserer Kenntnis, sehr wohl bekannt ist aber, dass Hamiltons Start in China wegen eines Problems mit der Benzinversorgung am seidenen Faden hing. Damals hatte ein Druckventil Schwierigkeiten gemacht.

Lewis Hamilton und seine Mutter Carmen Lockhart

Familie macht stark: Lewis Hamilton widmete den Sieg seiner Mutter Carmen Zoom

In Abu Dhabi war Hamiltons McLaren dann aber trotzdem voll konkurrenzfähig. "Ich glaube, er hatte das ganze Wochenende im Griff, absolut. Es war eine fantastische Rennleistung von Lewis", lobt Renningenieur Andy Latham. "Er war sehr kontrolliert, hatte einen schönen Vorsprung und verteidigte diesen nur. Ich glaube nicht, dass er auch nur den kleinsten Fehler gemacht hat - zumindest habe ich keinen gesehen."

Gegenüber der 'BBC' gibt er außerdem zu, dass es "etwas ganz Besonderes" war, stellvertretend für den siegreichen Konstrukteur "auf das Podium zu steigen und für das ganze Team zu feiern. Es ist immer eine Riesenleistung, einen Grand Prix zu gewinnen. Da oben stehen und Champagner (eigentlich Granatapfel-Rosenwasser; Anm. d. Red.) versprühen zu dürfen, ist einfach ein fantastisches Gefühl", schwärmt Latham.