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Hamiltons Ferrari-Vertragspoker dauert nur ein paar Stunden

Die Konzernbosse sollen einen Wechsel ad acta gelegt haben - Zeichen stehen auf Mercedes - Hamilton unterstellt Vettel & Alonso "Nummer-eins-Klauseln" zu wollen

(Motorsport-Total.com) - Für Lewis Hamilton gibt es keinen Grund, seinen zum Saisonende auslaufenden Mercedes-Vertrag nicht zu verlängern: Er verfügt über das beste Auto im Formel-1-Feld, der Brite ist im mehrheitlich englischsprachigen Team aus Brackley beliebt und hat mit Nico Rosberg auf absehbare Zeit einen Teamkollegen, den er zunehmend in den Griff bekommt. Und doch gibt es seit dem Saisonfinale 2014 zwar Verhandlungen, aber keine Unterschrift - weil Hamilton insgeheim mit Ferrari pokert? Pustekuchen!

Lewis Hamilton, Sebastian Vettel

Lewis Hamilton und Sebastian Vettel werden so schnell keine Teamkollegen Zoom

Nach Informationen der 'Sport Bild' versicherte Ferrari-Präsident Sergio Marchionne dem Daimler-Vorstand Dieter Zetsche persönlich, Hamilton nicht unter Vertrag zu nehmen. Am Rande des Bahrain-Grand-Prix kursierten diese Gerüchte. Der Weltmeister wolle aus Mercedes jede Million herausquetschen, hieß es. Niki Lauda pfeift darauf, der Aufsichtsratschef der Silberpfeile rechnet mit einem Abschluss in der Causa Hamilton: "Für mich ist das kein Thema mehr, sondern erledigt", sagt er dem privaten Blog des Journalisten Adam Cooper.

Dennoch erscheint es möglich, dass Hamilton und Ferrari bereits im vergangenen Jahr unter der Ägide des gescheiterten Teamchefs Marco Mattiacci in Kontakt standen. Fruchtbar war das Ganze offenbar nicht, zumal die zunächst auf zwei Jahre befristete Ehe mit Kimi Räikkönen seit geraumer Zeit in die Verlängerung gehen soll.

Hamilton will keine Nummer-eins-Klausel

Lauda stellt demonstrativ seine Gelassenheit in der Angelegenheit zur Schau und meint weiter: "Es läuft alles im richtigen Tempo und es geht nichts schief. Die Grundlagen sind geklärt, keine weitere Diskussion." Es müsse nur unterschrieben werden, weiß der Österreicher. Was eine Frage aufwirft: Warum passiert das nicht? Eine mögliche Erklärung sind Vertragsmodalitäten, die sich jenseits des schnöden Mammon abspielen. Immer wieder wird gemunkelt, Hamilton wolle es schwarz auf Weiß haben, dass er intern den Ton angibt.


Fotos: Lewis Hamilton, Großer Preis von Bahrain, Freitag


Er selbst findet das lächerlich: "Ich habe niemals auf eine Nummer-eins-Klausel bestanden", wird Hamilton energisch und gibt sich ehrgeizig: "Ich will den Kerl schlagen, der neben mir der Beste ist. Dann weiß ich, wo ich stehe. Es geht nicht darum, jemandem die Hände auf dem Rücken zusammenzubinden und ihn dann zu übertrumpfen, womit viele glücklich wären - aber nicht ich." Hamilton treibt es auf die Spitze, indem er sagt, dass Sebastian Vettel oder Fernando Alonso "immer nach solchen Klauseln fragen" würden.

So bleiben am Ende nur die offiziellen Erklärungsversuche für die Hängepartie: Details, die durch Hamilton in Eigenregie geführten Verhandlungen, ungünstige Zeitpunkte und vieles mehr. In seiner 'BBC'-Kolumne macht Hamilton deutlich, dass ein neuer Silber-Kontrakt keine Notlösung wäre: "Ich fühle mich allgemein entspannt und habe immer gesagt, dass ich bei Mercedes glücklich wäre. Mir ist klar, dass ich immer versuchen muss, den richtigen Blick auf das Leben zu haben. Dazu trete ich einen Schritt zurück, betrachte ein größeres Bild - in allen Lebenslagen."

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