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Hamilton wortkarg: Nur Platz vier in Monza

Lewis Hamilton hängt beim Grand Prix von Italien lange Zeit hinter Michael Schumacher fest und verpasst dadurch den Sprung aufs Siegertreppchen

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton ist mit glänzenden Voraussetzungen in den Grand Prix von Italien gestartet. Nach dem Qualifying am Samstag bezeichnete der Weltmeister von 2008 den zweiten Startplatz nicht als Nachteil, zumal die Höchstgeschwindigkeit seines McLaren deutlich höher war als die von Pole-Setter Sebastian Vettel. Doch trotz eines ordentlichen Starts fuhr Hamilton in Monza nur als Vierter ins Ziel.

Lewis Hamilton

Podium verpasst: Lewis Hamilton hatte nach dem Rennen schlechte Laune

Kurz nach dem Start zog Hamilton bereits mit Vettel gleich, doch es war Ferrari-Pilot Fernando Alonso, der von Platz drei kommend noch vor der ersten Schikane die Führung übernahm. Hamilton musste Vettel den Vortritt lassen und reihte sich zunächst als Dritter ein, als kurz darauf die Safety-Car-Phase aufgrund der Startkollision im Mittelfeld ausgerufen wurde.

Kurz nach dem Neustart hatte Hamilton auch noch gegen Michael Schumacher das Nachsehen. "Michael war außen neben mir und ich habe auf ihn in meinen Spiegeln geachtet. Bevor ich es gemerkt habe, war er schon vorbei. Ich habe die Gelegenheit verpasst, in Sebastians Windschatten zu kommen", erklärte der sichtlich frustrierte Hamilton nach dem Rennen.

In der Folge lieferte sich Hamilton mit dem Rekordweltmeister rundenlang einen intensiven Zweikampf, in dem sich Schumacher mit Glück und Geschick verteidigte. "Da habe ich viel Zeit verloren", gab der Brite zu. Schlecht schlafen werde er deswegen aber nicht. "Ich bin ja vor ihm ins Ziel gekommen, es gibt also keinen Grund für Albträume."


Fotos: Lewis Hamilton, Großer Preis von Italien


Während des Rennens beschwerte sich Hamilton via Funk bei seiner Boxencrew, dass Schumacher bei einem Verteidigungsmanöver in den Lesmo-Kurven einmal zu oft die Linie gewechselt habe. Doch nach dem Rennen wollte sich der oftmals für seinen aggressiven Fahrstil kritisierte Hamilton nicht beklagen. "So ist der Rennsport. Es macht doch gar keinen Unterschied. Wir hatten ein gutes Rennen und haben einige Punkte für das Team sammeln können."

Angesichts von 126 Punkten Rückstand auf WM-Leader Vettel sind Hamiltons WM-Chancen bei noch sechs ausstehenden Rennen nur noch theoretischer Natur. Doch die Ziele des 26-Jährigen sind ohnehin andere. "Es liegen noch ein paar Rennen vor uns, jetzt geht es nach Übersee. Das wird aufregend, denn ein paar Chancen gibt es noch. Wir müssen weiter pushen. Ich hoffe, dass ich in dieser Saison noch ein paar Siege einfahren kann."