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  • 21.06.2018 · 19:28

  • von Andre Wiegold & Scott Mitchell

Haas-Team bestätigt: Grosjeans Motor hat's überlebt

Der Motor von Romain Grosjean wurde beim Grand Prix von Kanada nicht beschädigt - Ein Öl-Leck hat zur Rauchentwicklung geführt

(Motorsport-Total.com) - Vor dem Grand Prix von Frankreich muss Haas den Motor von Romain Grosjean nicht wechseln. Der Antrieb sei in Kanada nicht beschädigt worden. Laut Teamchef Günther Steiner sei Öl aus einem Leck in den Zylinder gelaufen. Deshalb sei es auch zu der Rauchentwicklung gekommen. Der Motor an sich sei aber völlig intakt und bereit für das Formel-1-Rennen in Le Castellet.

Romain Grosjean

Romain Grosjeans Motor hat das Rennen in Kanada überlebt Zoom

In Kanada sei Grosjean mit dem Auto im Ganzen sehr zufrieden gewesen, weshalb er mit breiter Brust nach Frankreich reisen würde, so der Teamchef. Steiner sagt: "Einzig allein das Resultat hat gefehlt." In Le Castellet erwartet Haas keine Starplatzstrafe, da der Motor nicht gewechselt werden muss. Sorgen hatte Steiner in Kanada aber dennoch: "Wir haben den Motor Ferrari gegeben und sie haben ihn dann untersucht. Es war kein interner Schaden. Diese Informationen haben wir, so glaube ich, vergangenen Freitag bekommen."

Trotz der guten Nachrichten hat das amerikanische Team in der Königsklasse mit einer Pechsträhne zu kämpfen. Deshalb ist es sehr überraschend, wie positiv Grosjean sich nach außen hin gibt. Steiner witzelt: "Wir haben für ihn den Grand Prix von Frankreich organisiert. Jetzt kann er in seiner Heimat fahren." Der wahre Grund, warum bei Haas die Moral trotz der Miseren hoch ist, sei die Wettbewerbsfähig, die immer wieder aufblitzen würden.

"Man kann nichts machen, wenn so etwas wie mit dem Tier (Präriehund; Anm. d. Red.) passiert", sagt Seiner. "Man kann natürlich enttäuscht sein, aber das ändert für niemanden etwas." Grosjean habe nach den Rennen in Barcelona und Baku viel Selbstvertrauen getankt, meint der Teamchef. Auch der Lauf in Kanada habe trotz des schwachen Resultates für gute Stimmung im Team gesorgt. Steiner erklärt: "Er ist wegen der Updates, die wir in Kanada eingeführt haben, positiv gestimmt. Er freut sich, wieder an die Rennstrecke zu fahren."


Grand Prix von Frankreich

In der Gesamtwertung liegt Haas 27 Punkte hinter dem direkten Konkurrenten Renault. Immer wieder hat der Rennstall bewiesen, mit dem Werksteam aus Frankreich mithalten zu können. Jedoch sammelte das Team nicht so viele Punkte, weshalb Steiner enttäuscht ist. Er sagt: "Theoretisch hätten wir mehr Punkte als sie. Wir müssen jetzt weiter Arbeiten und den Kopf oben behalten."

"Wir müssen unser Bestes geben und so viele Punkte wie möglichen holen", stellt Steiner klar. Da das Auto wettbewerbsfähig sei, gebe es keine Entschuldigungen. Er fügt hinzu: "Wir müssen einfach mit beiden Autos in die Punkte fahren. Wenn alles glatt läuft, können wir viele Zähler gutmachen. Leider läuft es bei uns aktuell nicht so rund." Haas würde aber hart daran arbeiten, das Ruder in der Formel 1 wieder herumzureißen.

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