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Haas: Mick Schumacher als Fahrer bedeutet "Ehre, aber auch Druck"

Für Haas-Teamchef Günther Steiner ist die Verpflichtung von Mick Schumacher ein zweischneidiges Schwert - Ein Ass hat der Deutsche für ihn im Ärmel

(Motorsport-Total.com) - Den Namen "Schumacher" wieder in der Formel 1 zu haben, ist für das Haas-Team "eine Ehre", bedeute aber auch jede Menge Druck, findet Teamchef Günther Steiner. Formel-2-Meister Mick Schumacher wird in diesem Jahr in die Formel 1 aufsteigen und für das US-amerikanische Team antreten.

Mick Schumacher

Mick Schumacher ist für Haas Chance und Bürde gleichermaßen Zoom

Neun Jahre nach dem Karriereende von Formel-1-Legende Michael Schumacher kehrt der bekannteste deutsche Name in die Königsklasse des Motorsports zurück. Steiner gibt sich keinen Illusionen hin, dass dies das Team sehr stark in den Fokus der Öffentlichkeit rücken werde.

"Der Name Schumacher ist eine Legende in der Formel 1", sagt der Südtiroler gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Seinen Sohn in unserem Team zu haben, ist eine große Ehre für uns. Michael hatte immer diese Aura um sich herum und jetzt fährt sein Sohn für uns."


Fotos: Young-Driver-Test in Abu Dhabi


Haas ist das mit Abstand jüngste Team in der Formel 1 und geht 2021 in seine sechste Saison. "Als junges Team machen wir einige Dinge richtig und einige falsch, aber geben immer unser Bestes", so der 55-Jährige.

Wie der Formel-2-Titel psychologisch hilft

"So werden wir auch unser Bestes geben, um unsere Pflicht zu erfüllen, ihn für größere Dinge im Leben vorzubereiten. Es ist zwar eine Ehre, ihn im Team zu haben, aber das bringt natürlich auch eine Menge Druck mit sich. Ich bin mir dessen komplett bewusst und gebe mich keinen Illusionen hin."

Dass Schumacher Teil der Ferrari-Driving-Academy ist, spricht dafür, dass Haas und Ferrari enger zusammenrücken. Das und der gewonnene Formel-2-Titel sollen Steiner zufolge Schumacher in dessen Rookie-Saison in der Formel 1 helfen.


Fotostrecke: Mick Schumacher: Sein Weg in die Formel 1

"Es ist ein dickes Statement und ich denke, dass es eine gute Sache für das Selbstbewusstsein eines jeden Fahrers ist, wenn man eine Meisterschaft wie die Formel 2 gewinnt", findet der Südtiroler. "Wie jede Meisterschaft gibt es hart umkämpfte Jahrgänge und welche, die weniger umkämpft sind. Und ich denke, 2020 war äußerst hart umkämpft. [Der Titel] wurde erst im letzten Rennen entschieden."

"Da als Champion rauszugehen, dürfte ihm das Selbstvertrauen für den Start in der Formel 1 geben, wenn alles neu ist. Er kann sich immer darauf berufen, der Formel-2-Meister zu sein. All das hilft, wenn man in die Formel 1 kommt."

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