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Günther Steiner dementiert Gerüchte über Verkauf des Haas-Teams

Haas-Teamchef Günther Steiner wiegelt Gerüchte über einen Verkauf ab: "Da will jemand Unruhe stiften" - Eigentümerwechsel stehe momentan nicht zur Debatte

(Motorsport-Total.com) - Die Corona-Krise hat die finanzielle Lage einiger Formel-1-Teams dramatisch verschlechtert. Nicht nur Williams erwägt deshalb einen Verkauf, auch McLaren soll über die Veräußerung von Teamanteilen nachdenken. Spekulationen, dass Gene Haas mit seinem Rennstall ähnliche Pläne verfolgt, gab es zuletzt immer wieder.

Kevin Magnussen, Romain Grosjean

Laut Günther Steiner (2.v.r) plant Gene Haas (2.v.l) keinen Verkauf des Teams Zoom

In einem Gespräch mit Medienvertretern während einer Videokonferenz stellte Haas-Teamchef Günther Steiner jüngst jedoch klar, dass an den Gerüchten nichts dran sei. "Ich weiß nicht, woher das kommt. Ich glaube, es ist jetzt das dritte Mal, dass Gene das Team verkauft hat, oder das Team teilweise verkauft hat", so Steiner.

Bereits vor einem Jahr habe es entsprechende Gerüchte gegeben: "Wir wurden angeblich vor einem Jahr nach Saudi-Arabien verkauft: Wir waren bereits verkauft, und der Deal war abgeschlossen. Aber niemand hat je mit Saudi-Arabien gesprochen." Genauso wie damals seien auch die jüngsten Gerüchte aus der Luft gegriffen.

Haas würde Verkaufsabsicht offen kommunizieren

"Auf mich macht es den Eindruck, als wolle man ohne guten Grund Unruhe stiften", sagt Steiner. "Gene Haas ist immer noch hundertprozentiger Eigentümer von Haas. Er hatte nie einen Partner. Vielleicht will er keinen Partner. Vielleicht braucht er keinen Partner." Auszuschließen sei das in der Zukunft aber freilich nicht.

Nur betont Steiner, dass, wenn es jemals einen Zeitpunkt geben sollte, an dem Gene Haas das Team oder Anteile daran verkaufen wollte, dies auf eine transparente Art und Weise geschehen würde. "Wenn die Zeit reif ist, dass er dies tun will, werden wir es kommunizieren", versichert der Teamchef mit Blick auf einen Verkauf.


#ThinkingForward-Interview mit Günther Steiner

Das komplette Gespräch mit Haas-Teamchef Günther Steiner im Rahmen unserer Interviewreihe #thinkingforward. Weitere Formel-1-Videos

In den Zusammenhang hebt Steiner Williams als positives Beispiel hervor: "Wenn jemand dort draußen ein Team kaufen will, dann hat Williams meiner Meinung nach sehr gute Vorarbeit geleistet. Sie sind offensiv auf den Markt gegangen und haben ihr Interesse bekundet. Ich denke, so sollte man es machen, ohne Spekulationen."

Wie geht es 2021 weiter? Steiner ist zuversichtlich

Noch hat Teameigentümer Gene Haas nicht entschieden, ob er sich über dieses Jahr hinaus weiter in der Formel 1 engagieren wird. Steiner glaubt jedoch, dass ihn die Einführung der niedrigeren Budgetobergrenze und weiterer Sparmaßnahmen zum Bleiben bewegen könnte. Der Teamchef selbst ist von der Entwicklung überzeugt.

"Die Budgetobergrenze ist meines Erachtens eine gute Sache für den Sport im Allgemeinen, auch wenn sie nicht alle völlig gleichstellt", hält Steiner fest. "Nun wird der Unterschied nicht 150 Millionen Dollar zu den großen Mannschaften betragen, sondern vielleicht 20 Millionen Dollar, was ein sehr guter Schritt ist."

"Es gibt eine Chance für die Zukunft, die Gewinnschwelle zu erreichen, und das ist mit Sicherheit das Ziel für uns. Das muss mein Ziel sein, den Break-even für Herrn Haas zu erreichen. Und wenn ich das schaffe, wird er mit Sicherheit das Concorde-Abkommen unterzeichnen." Wegen Corona liegen die Verhandlungen aktuell auf Eis.

Doch Steiner ist überzeugt davon, dass Gene Haas die Absicht hat, in der Formel 1 zu bleiben, auch wenn er sich seine Optionen noch offen lässt. "Das Team, nur um alle daran zu erinnern, gehört zu 100 Prozent ihm und niemandem sonst, sodass er die Entscheidungen treffen kann. Von da aus machen wir weiter", sagt der Teamchef.

Trotz der aktuellen Umstände bleibt er zuversichtlich: "Ich bin sehr positiv gestimmt. Wir überstehen diese schwierige Zeit mit dem Coronavirus im Moment ziemlich gut, wir tun die richtigen Dinge. Wir leben im Rahmen unserer Möglichkeiten und dessen, was wir haben, und deshalb denke ich, dass Haas hier bleiben wird."

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