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  • 30.04.2017 11:11

  • von Roman Wittemeier

"Geht nur ums Ego": Kritik an Alonsos Indy-500-Start

Das Indy-500-Debüt von McLaren-Honda-Star Fernando Alonso sorgt weiter für Diskussionen - Toto Wolff: "Kann dort keinen Blumentopf gewinnen"

(Motorsport-Total.com) - Fernando Alonso wird den Grand Prix von Monaco 2017 auslassen, um erstmals beim berühmten Indy 500 an den Start zu gehen. Diese sensationelle Neuigkeit hat in den vergangenen Tagen für viel Wirbel gesorgt. McLaren gesteht seinem Superstar diesen Ausflug zu, weil die Laune des Spanier aufgrund der anhaltenden Honda-Schwächen auf dem Nullpunkt ist. Die Formel-1-Besitzer von Liberty Media sowie die Macher der IndyCar-Szene reiben sich die Hände: Publicity ohne Ende.

Titel-Bild zur News: Toto Wolff

Verzieht angesichts des Alonso-Ausflugs nach Indy das Gesicht: Toto Wolff Zoom

"Das sorgt für Schlagzeilen und ist für den Motorsport gut", meint Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff im Gespräch mit 'Österreich'. Alonso könne als Botschafter der Formel 1 viel Interesse in den USA erzeugen. Gleichzeitig steht für Wolff fest: So etwas würde es im Lager des Mercedes-Werksteams niemals geben. "Aus Teamsicht verstehe ich es nicht, dass ihn McLaren weglässt", so der Österreicher.

"In Monaco hätte er gute Punkte machen können, in Indianapolis hingegen kannst keinen Blumentopf gewinnen", erklärt Wolff. In den engen Gassen des Fürstentums an der französischen Riviera spielt die Antriebsleistung eine untergeordnete Rolle. Genau dort stehen die Chancen mit dem schwachen McLaren-Honda noch am besten. Es gehe nicht um sportlichen Erfolg, meint Wolff: "Da geht es um Alonsos Ego."