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Geburtstagspole für Ralf Schumacher in Magny-Cours!

Das Duell der beiden Schumacher-Brüder hat mit der ersten Pole Position für Ralf einen neuen Höhepunkt erreicht

(Motorsport-Total.com) - So oft war Ralf Schumacher in dieser Saison schon knapp dran gewesen, über seine erste Pole Position in der Formel 1 jubeln zu dürfen, nachdem der Kerpener in diesem Jahr schon sein erstesn Rennen gewinnen konnte. Ausgerechnet am Tag seines 26. Geburtstages gelang es dem BMW-Williams-Pilot, jene begehrte Startposition herauszufahren. Und wie sollte es anders sein - sein Hauptgegner hieß auch dieses Mal wieder Bruder Michael. Mit hauchdünnen 0.010 Sekunden Vorsprung sicherte sich der Wahlösterreicher vor seinem 76. Grand Prix Startplatz Nummer 1 und hat damit die beste Ausgangslage für den möglichen dritten Sieg und vor allem den Sprung auf Rang 3 in der Fahrerwertung geschaffen, den momentan Rubens Barrichello mit einem Punkt Vorsprung inne hält.

Ralf Schumacher

Ralf Schumacher jubelt über seine erste Pole Positon Zoom

Während Ralf Schumacher mit 1:12.989 Minuten um 13:31 Uhr Ortszeit eine Zeit in den Asphalt brannte, die um sagenhafte 2.643 Sekunden schneller war als die Pole-Position-Zeit von Michael Schumacher aus dem Vorjahr und damit auch die bisherige Bestzeit von Nigel Mansell aus dem Jahre 1992 (1:13.864) unterbot, konnte Michael Schumacher der Zeit seines Bruders in den letzten Minuten immer dichter kommen, doch es reichte nicht zur 40. Jubiläumspole.

In letzter Sekunde verbesserte sich David Coulthard noch auf den dritten Platz und verwies damit Teamkollege Mika Häkkinen wie schon so oft in dieser Saison auf die Plätze. Während Coulthard 0.197 Sekunden Rückstand hatte, fehlten dem viertplatzierten Finnen 0.297 Sekunden. McLaren-Mercedes hat nach den enttäuschenden Qualifyings der letzten Rennen zumindest in Magny-Cours den Anschluss an die Konkurrenz wieder gefunden.

Rang 5 belegte überraschend Jarno Trulli im Jordan, der in letzter Minute noch eine tolle Runde fuhr und lediglich 0.321 Sekunden Rückstand hatte - eine sensationelle Runde. Teamkollege Heinz-Harald Frentzen hatte damit wieder einmal das Nachsehen. Der Mönchengladbacher kam mit 0.826 Sekunden Rückstand auf den siebten Platz, der aber allemal eine gute Ausgangsbasis für WM-Punkte ist.

Davor schob sich noch Ralf Schumachers Teamkollege Juan-Pablo Montoya, der mit 0.636 Sekunden Rückstand klar deklassiert wurde, in der letzten Runde aber eine mögliche Zeitenverbesserung durch Verkehr auf der Strecke nicht realisieren konnte. Enttäuschender Achter wurde Rubens Barrichello. Der Ferrari-Pilot wurde mit 0.878 Sekunden Rückstand von seinem Teamkollegen außergewöhnlich deutlich entzaubert.

Eine tolle Vorstellung lieferte das Sauber-Team und insbesondere Nick Heidfeld, der als Neunter mit 1.106 Sekunden Rückstand ein starkes Qualifying fuhr. Teamkollege Kimi Räikkönen kam dieses Mal mit 1.547 Sekunden auf den 13. Platz. Mit den Plätzen 10 und 11 platzierten sich beide BAR-Honda im Mittelfeld. Jacques Villeneuve hatte 1.107 Sekunden Rückstand, Olivier Panis 1.192 Sekunden.

Eddie Irvine konnte sich als 12. nicht in der Top 10 qualifizieren. Der Ire versenkte seinen Einsatzwagen im Kiesbett und musste in das Ersatzauto wechseln, das der Vizeweltmeister von 1999 ebenfalls in den Kies steckte und somit zwei von vier Versuchen verschenkte. Jaguar-Teamkollege Pedro de la Rosa kam auf den 14. Platz und hatte 2.031 Sekunden Rückstand.

Verkehrte Welt herrschte bei Prost-Acer. Luciano Burti war mit 2.083 Sekunden toller 15., Teamkollege Jean Alesi kam nach einem Highspeed-Dreher auf den sehr enttäuschenden 19. Platz. 2.785 Sekunden Rückstand sind für die Ansprüche des Routiniers zu viel - vor allem bei seinem Rennen vor heimischen Publikum.

Für Benetton-Renault ging es dank neuem Motor und verbessertem Chassis wie erwartet aufwärts - allerdings nicht besonders viel. Giancarlo Fisichella kam mit 2.231 Sekunden Rückstand auf den 16. Platz, Teamkollege Jenson Button rangierte einen Platz dahinter. Jos Verstappen im Arrows wurde 18., Teamkollege Enrique Bernoldi kam auf den 20. Platz. Die beiden Minardi bildeten mit Fernando Alonso und Tarso Marques wie gewohnt das Schlusslicht, wobei Alonso um rund 0.5 Sekunden schneller war als sein brasilianischer Teamkollege.

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