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"Führerscheinprüfung" in Mugello: Für Kwjat wird's ernst

Während für Daniil Kwjat am Freitag in einem 2011er-STR6 der Ernst des Formel-1-Lebens beginnt, befindet sich Jean-Eric Vergne in einer schwierigen Situation

(Motorsport-Total.com) - Daniil Kwjat soll 2014 für Toro Rosso in der Formel 1 debütieren. Voraussetzung dafür ist allerdings der Erwerb einer FIA-Superlizenz, für die der erst 19-jährige Russe 300 Kilometer unter Aufsicht absolvieren muss. Das muss schon nächste Woche stattfinden, weil Kwjat bei den letzten beiden Saisonrennen in Austin und Sao Paulo jeweils das erste Freitagstraining bestreiten soll. Das geht nicht ohne "Führerschein".

Daniil Kwjat

Daniil Kwjat wird am Freitag in Mugello seinen "Führerschein" machen Zoom

Toro Rosso bestätigt auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com', dass der Test für kommenden Freitag geplant ist, und zwar in einem STR6 aus der Saison 2011 in Mugello. "Danach kommen seine Freitagseinsätze und dann kommt schon der Winter, in dem er körperlich und mental hart trainieren muss, genau wie auch im Simulator, damit er so gut wie möglich auf nächste Saison vorbereitet ist", erklärt Teamchef Franz Tost.

"Ich bin überzeugt, dass er seine Sache gut machen wird, denn er ist ein sehr begabter Fahrer", verteilt der Österreicher Vorschusslorbeeren. "Er war in dieser Saison bisher sehr gut unterwegs. In der GP3 kann er noch Meister werden. Er hat 131 Punkte, liegt sieben Punkte hinter dem Führenden, und ich bin mir ziemlich sicher, dass er hier in Abu Dhabi gute Rennen zeigen wird."


Fotos: Toro Rosso, Großer Preis von Abu Dhabi, Freitag


"Davon abgesehen hat er in der Formel-3-EM eine sehr gute Performance gezeigt und das letzte Rennen in Zandvoort von der Pole-Position aus gewonnen", fährt Tost fort. "Wenn ich mich recht erinnere, stand er auch gleich in seinem ersten Rennen in Hockenheim auf Pole-Position. Dort ist er dann Dritter geworden. Für Red Bull und Toro Rosso ist er ein sehr begabter Fahrer. Ich traue ihm eine erfolgreiche Zukunft zu."

Jean-Eric Vergne, Franz Tost

Franz Tost sieht noch eine Chance für Jean-Eric Vergnes Formel-1-Karriere Zoom

Für Jean-Eric Vergne wird die Luft bei Red Bull indes dünn. Das A-Team scheint mit Vettel/Ricciardo auf Jahre hin dicht zu sein und beim Juniorteam Toro Rosso wäre es höchst ungewöhnlich, wenn er 2015 (als dann 25-Jähriger) ein viertes Jahr bekommen sollte. Außerdem scharren von hinten mit Antonio Felix da Costa und Carlos Sainz jun. schon die nächsten Junioren in den Startlöchern.

Die Prognose, dass für Vergne nach 2014 (zumindest bei Red Bull) Schluss sein wird, erscheint also nachvollziehbar. Aber: "Das sehe ich nicht so", widerspricht Tost. "Er wird nächstes Jahr für uns fahren. Jean-Eric ist ein begabter Fahrer. Er hat einige sehr gute Rennen gezeigt. Wenn ihm das Team ein konkurrenzfähiges Auto gibt, ist er immer und auf jeder Strecke für eine gute Performance gut. Ich sehe eine gute Zukunft für ihn."

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