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  • 30.06.2010 · 10:25

FOTA stellt Umweltprogramm für die Formel 1 vor

Die Formel-1-Teams wollen den Sport umweltschonender gestalten: "Bahnbrechendes Programm" zur Reduzierung von CO2-Emissionen vorgestellt

(Motorsport-Total.com) - Die Formula One Teams Association (FOTA), der alle aktuellen Formel-1-Teams angehören, hat für die Formel 1 ein umfassendes und von externer Stelle geprüftes Programm zur Reduzierung von Kohlenstoffdioxid-Emissionen eingeführt. Die FOTA hat die international anerkannte Umweltforschungsorganisation Trucost mit der Durchführung der erforderlichen Analysen für dieses Programm beauftragt.

FOTA-Logo

Die Formel-1-Teams wollen ihren Sport in Zukunft "grüner" machen

Trucost hat über mehrere Monate die gesamte Bandbreite der Aktivitäten von Formel-1-Teams und ihren Zulieferern erforscht und analysiert sowie der FOTA Maßnahmen empfohlen, welche die CO2-Emissionen jetzt und in Zukunft reduzieren werden.#w1#

Tiefenanalyse der CO2-Emissionen

Die Untersuchungen und Analysen von Trucost zeigen, dass die bei Testfahrten und Rennen von der Formel 1 verursachten CO2-Emissionen einen kleinen Teil der gesamten CO2-Emissionen ausmachen, die durch die Formel 1 insgesamt entstehen. Aber es geht entscheidend darum, dass diese Untersuchung und Analyse die gesamte Versorgungskette der Formel 1 umfasst.

Die Formel 1 ist die Topklasse des Motorsports und soll dies auch bleiben. Gleichzeitig boten Formel-1-Rennwagen immer eine spannende und effektive Entwicklungsplattform für neue Technologien im Automobilbau, und auch das soll so bleiben. Viele in diesem Sport initiierte Technologien fanden letztlich Einzug in Serienfahrzeuge. Turbo-Aufladung, Kraftstoffeinspritzung, variable Ventilsteuerungszeiten oder Bremsenergie-Rückgewinnungssysteme (KERS) - diese Errungenschaften wurden allesamt in der Formel 1 entwickelt.

¿pbvin|512|1419||0|1pb¿Intention der FOTA ist es, in Kooperation mit der FIA, die Pionierrolle der Formel 1 zu erhalten, damit weiterhin Technologien hervorgebracht werden, die den heutigen und zukünftigen Herausforderungen unserer Gesellschaft gerecht werden und anwendbar sind für Produkte, die der Menschheit langfristig zu Gute kommen.In der modernen Formel 1 ist und bleibt Effizienz oberstes Gebot.

Effizientere Antriebe ab 2013

Während die Rennwagen weiterhin schnell und aufregend sein müssen, ist es ebenso erforderlich und wünschenswert, dass ihre Motoren und Antriebsstränge auch in Zukunft mit maximal möglicher Effizienz arbeiten. Vor diesem Hintergrund hat sich die FOTA entschlossen, in enger Zusammenarbeit mit der FIA ein neues Formel-1-Motoren und -Antriebs-Reglement zu entwickeln.

Dieses wird von allen eingeschriebenen Teilnehmern ab 2013 verlangen, ihre Rennwagen mit Motoren und Antriebskomponenten auszustatten, die Technologien einbeziehen, welche dafür ausgelegt sind, die Effizienz beim Kraftstoffverbrauch zu erhöhen. Gleichzeitig werden Änderungen im sportlichen Reglement dafür sorgen, dass der Wettbewerbsvorteil durch geringeren Benzinverbrauch erhöht wird.

"Die gute Nachricht ist, dass die gemeinsamen Anstrengungen von FIA und FOTA in den Bereichen Effizienzsteigerung und Ressourcen-Limitierung in der Formel 1 bereits ermöglicht haben, die CO2-Emissionen der Formel 1 insgesamt zu reduzieren", sagt FOTA-Präsident Martin Whitmarsh. "Auf dem Erreichten aufbauend und einkalkulierend, was wir jetzt planen, gehen wir davon aus, die gesamten CO2-Emissionen der Formel 1 im Jahr 2012 um 12,4 Prozent gegenüber 2009 reduziert zu haben."

FOTA will den Weg weitergehen

"Wir wollen erkennen und umsetzen." Martin Whitmarsh

"Mit der Unterstützung aller Mitgliedsteams spricht sich die FOTA für die Weiterführung dieses Programms aus. Kontinuierliche und unabhängige Analysen und Bewertungen werden fortgesetzt", so der McLaren-Teamchef weiter. "Wir wollen sicherstellen, dass die Ziele des Programms zur Reduzierung der CO2-Emissionen eingehalten oder übertroffen werden. Und wir wollen untersuchen, wo vielleicht noch weitere Möglichkeiten zur Emissionsreduzierung existieren. Mit anderen Worten: Wir wollen erkennen und umsetzen."

"Zusätzlich arbeiten FIA und FOTA bereits gemeinsam an einem technischen Reglement für 2013, das sicherstellt, dass alle Motoren und Antriebsstränge in der Formel 1 zu diesem Zeitpunkt über Technologien verfügen, die der verbesserten Kraftstoffeffizienz dienen und eine Plattform für Weiterentwicklungen bieten. Für die Formel 1 ist diese Zeit sehr spannend, und ich bin froh, dass es unser Sport geschafft hat, mit diesem Umweltprogramm eine globale Führungsrolle einzunehmen."

"Die FOTA hat hoch entwickelte Technik eingesetzt, um die Treibhausgase des gesamten Sports zu messen - von der Rohstoffgewinnung über die Produktion, Logistik und den Rennen an sich. Es wurden ehrgeizige Ziele festgelegt, und die Arbeit zur weiteren Effizienzsteigerung wird fortgesetzt", sagt Trucost-Geschäftsführer Richard Mattison. "Mit dieser Arbeit demonstriert der Formel-1-Sport sein Bekenntnis zu einer umweltfreundlicheren Effizienz und wird seinen Weg als Innovationsführer für mehr Effizienz in der weltweiten Automobilindustrie fortsetzen."

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