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  • 02.09.2022 · 15:29

  • von Tobias Ebner, Co-Autor: Megan White

Formel-2-Leader Felipe Drugovich hofft auf Formel-1-Platz 2023 als Reservefahrer

Felipe Drugovich steht vor dem Gewinn des Formel-2-Titels, doch ein F1-Aufstieg ist unwahrscheinlich: Warum er die fehlende Bindung zu einem Team als Vorteil sieht

(Motorsport-Total.com) - Felipe Drugovich schickt sich an, in diesem Jahr der Nachfolger von Oscar Piastri als Formel-2-Champion zu werden. Doch ein Aufstieg in die Formel 1 im kommenden Jahr ist unwahrscheinlich, zumindest als Stammfahrer.

Felipe Drugovich

Felipe Drugovich steht vor dem Titelgewinn in der Formel 2 2022 Zoom

Drugovichs größtes Hindernis: Er wird von keinem Hersteller und keinem Team in der Königsklasse gefördert. Dadurch sind seine Chancen, ein Stammcockpit zu ergattern, gleich Null. Der Brasilianer erhofft sich daher, in anderer Rolle in der Formel 1 Fuß zu fassen.

"Ich denke, dass es heutzutage sehr schwierig ist, in die Formel 1 zu kommen, und es sieht so aus, als ob die Chancen auf einen Stammplatz im nächsten Jahr sehr begrenzt sind. Ich denke, es gibt immer noch die Möglichkeit, irgendwo einen Reservesitz zu bekommen, also müssen wir versuchen, uns das anzusehen", spekuliert Drugovich auf eine Reserve-Rolle.

Felipe Drugovich: Fokus voll und ganz auf Formel 1

Der Brasilianer blickt aber auch über den Tellerrand hinaus, wenn er sagt: "Abgesehen davon gibt es noch andere Kategorien, in denen wir irgendwo fahren können. Aber im Moment konzentriere ich mich auf diese Meisterschaft, versuche sie zu gewinnen und hoffe, dass mich dieses Ergebnis eines Tages in die Formel 1 bringt."

Dabei gibt es durchaus auch andere Serien, die sportlich und auch finanziell lukrativ sein können. Christian Lundgaard und Callum Ilott fahren inzwischen in der IndyCar-Serie, und auf der Langstrecke sind Plätze bei diversen Herstellern in der Hypercar- und LMDh-Klasse noch unbesetzt.

Felipe Drugovich

Felipe Drugovich hat vier Saisonsiege geholt, darunter auch in Dschidda Zoom

Doch Drugovichs Fokus liegt aktuell auf der Formel 1: "Ich denke, dass wir uns nicht so sehr mit IndyCar befassen, sondern uns auf die Formel 1 konzentrieren - das ist mein Traum, mein Ziel, und wir versuchen, dort zuallererst Fuß zu fassen. Natürlich ist IndyCar eine großartige Kategorie, aber im Moment konzentriere ich mich voll und ganz auf Formel 1."

Eine Klasse darunter hat er eine ganze Reihe an Akademie-Fahrern hinter sich gelassen. Red Bull fördert in der Formel 2 Liam Lawson, Jehan Daruvala, Dennis Hauger und Ayumu Iwasa, Alpine hat Jack Doohan und Olli Caldwell in der Nachwuchsserie platziert und Theo Pourchaire und Logan Sargeant werden von Sauber beziehungsweise Williams gefördert.

Drugovich nicht in Nachwuchsprogramm: Ein Vorteil?

Hinzu kommt Mercedes-Junior Frederik Vesti. Drugovich glaubt jedoch daran, dass die Freiheit, an kein Team und keinen Hersteller gebunden zu sein, ein Vorteil für ihn sein kann. "Es hilft mir, dass die meisten Plätze, die möglicherweise frei sind, egal ob Reserve- oder Stammplatz, frei von Junioren sind", meint der Brasilianer.


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"Natürlich gibt es auch die Nachteile, dass wir nicht ganz in diese Position gedrängt werden, einen Platz zu bekommen, weil ich nicht gebunden bin. Aber auf der anderen Seite bin ich völlig frei, also denke ich, es ist eine gute Sache", fährt Drugovich fort.

Nur ganz wenige Formel-1-Teams und -Hersteller verfügen aktuell nicht über ein aktives Juniorenprogramm. McLaren wäre demnach eine Möglichkeit für Drugovich, doch dort muss die Vertragssituation mit verschiedenen Fahrern, darunter auch Oscar Piastri, erst mal geklärt werden. Eine andere Alternative wäre Aston Martin.

Felipe Drugovich führt drei Rennwochenenden vor Schluss die Formel-2-Saison 2022 deutlich an. Auf seinen schärfsten Verfolger, Sauber-Junior Pourchaire, hat er 43 Punkte Vorsprung. Es stehen noch je zwei Rennen in Zandvoort, Monza und Abu Dhabi an.

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