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McLaren dementiert Übernahme durch Apple

Laut Medienberichten verhandelt Apple mit McLaren über eine Firmenübernahme: Das Formel-1-Team dementiert, eine Zusammenarbeit ist aber nicht ausgeschlossen

(Motorsport-Total.com) - Am Mittwoch platzte die Bombe: Laut einem Bericht der 'Financial Times' verhandelt der Technologieriese Apple mit der McLaren-Gruppe über eine Übernahme. Laut drei eingeweihte Personen laufen die Gespräche bereits seit einigen Monaten. Während Apple schwieg, kam das Dementi von McLaren postwendend.

Apple-Store mit Logo

Apple arbeitet an einem Elektroauto: Gibt es eine Zusammenarbeit mit McLaren? Zoom

"Wir können bestätigen, dass es zwischen McLaren und Apple in Hinblick auf ein potenzielles Investment keine Gespräche gibt", stellt ein McLaren-Sprecher klar. "Es liegt aber in der Natur unserer Marken, dass wir regelmäßig vertrauliche Gespräche mit den unterschiedlichsten Parteien führen."

Damit schließt McLaren nicht aus, dass es zu einer strategischen Zusammenarbeit zwischen der Unternehmensgruppe und dem iPhone-Hersteller kommen könnte. Warum der kalifornische Gigant daran Interesse haben könnte? Apple arbeitet seit mehr als zwei Jahren an einem selbstfahrenden Elektroauto. Ein Bereich, in dem die McLaren-Gruppe, die neben dem Formel-1-Rennstall unter anderem eine Hightech-Elektronikfirma und die Luxussportwagen-Schmiede besitzt, wertvolles Know-how liefern könnte.

Auch eine kürzliche Strategieänderung schließt eine künftige Zusammenarbeit nicht aus. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Steve Zadesky plant der neue Apple-Projektleiter Bob Mansfield laut der 'Financial Times' nicht, das gesamte Fahrzeug selbst zu bauen, sondern nur die Software dafür herzustellen. Aus diesem Grund habe man sich in den vergangenen Wochen von zahlreichen Angestellten getrennt, die man in den Jahren davor von Mercedes und Elektroauto-Pionier Tesla abgeworben hatte.

Bereits im Juli dieses Jahres gab es Gerüchte, Apple habe ein Auge auf die Formel 1 geworfen. Schon damals war vom Autoprojekt die Rede, im Vordergrund stand aber die Option, Anteile an der Königsklasse zu kaufen. Durch die Formel-1-Übernahme durch Liberty Media ist das allerdings Schnee von gestern.