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Formel-1-Tests 2015 Barcelona: Mercedes lässt Hosen runter

Bericht vom zweiten Testtag: Rosberg mit Fabelzeit an der Spitze - Fleißkärtchen für Vettel - Maldonado crasht am Boxeneingang - McLaren-Honda deutlich im Aufwind

(Motorsport-Total.com) - Mercedes hat nach wochenlangem Taktieren gezeigt, was im neuem Silberpfeil namens W06 steckt: Am Freitag markierte Nico Rosberg beim dritten und letzten Formel-1-Wintertest in Barcelona die Tagesbestzeit in 1:22.792 Minuten. Der Umlauf auf der weichen Pirelli-Mischung war die schnellste im Jahr 2015 auf dem Circuit de Catalunya gedrehte Runde. Der Deutsche pulverisierte die von Williams-Pilot Felipe Massa am Donnerstag auf Supersoft aufgestellte Marke (1:23.500 Minuten).

Begünstigt wurde der Versuch (das Klassement im Überblick!) durch hohe Asphalttemperaturen von bis zu 29 Grand Celsius, die in Barcelona zuvor nicht gemessen wurden. Vor der Zeitenjagd bei der Qualifying-Simulation hatte Mercedes Zeit, mechanische Änderungen am mit Ausnahme des Chassis runderneuerten Auto durchzuführen - schließlich rollt der Bolide mittlerweile in seiner Spezifikation, die der für den Saisonauftakt am 14. März im australischen Melbourne nahe kommen dürfte.

Toto Wolff scheint nicht unzufrieden, lässt bei der Interpretation der Ergebnisse aber die nötige Vorsicht walten (wieso Testzeiten kaum Bedeutung haben): "Ich bin vorsichtig optimistisch", wagt sich der Mercedes-Motorsportchef vor. "Ich denke, wir haben ein gutes Auto hingestellt, ein gutes Gesamtpaket. Wir haben uns auf unsere Programm konzentriert ohne früh herauszufinden, was mit dem Auto wirklich geht. So war es von Anfang an geplant. Laut Schätzungen sollten wir nach wie vor noch vorne sein."

Aufwärtstrend bei McLaren-Honda

Die Verfolgerrolle gehörte erneut Williams: Valtteri Bottas (+1,203 Sekunden) erlebte als Zweiter einen weitgehend problemlosen Tag (die gesamte Action zum Nachlesen!). Die Mannschaft aus Grove konnte es sich sogar leisten, 20 Minuten vor dem offiziellen Testende zusammenzupacken. Dritter war Felipe Nasr (+1,279 Sekunden) im Sauber und damit schneller als Sebastian Vettel (+2,547 Sekunden) im Ferrari. Der Heppenheimer spulte sein Programm ohne jeden Zwischenfall ab und war mit 143 Runden der Marathon-Mann des Tages.


Fotos: Testfahrten in Barcelona, Freitag


Bei McLaren-Honda war am Freitag ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen: Jenson Button absolvierte 101 Runden oder 470 Kilometer sorgte damit für einen persönlichen Rekord im Schlamasselwinter. Zum Vergleich: Bei den ersten zwei Tests in Jerez und Barcelona spulte der Brite an seinen vier Einsatztagen insgesamt 390 Kilometer ab (diese und weitere interessante Teststatistiken). Auch seine Rundenzeit von 1:25.590 Minuten (+2,789 Sekunden) und der fünfte Platz im Tagesklassement waren für Woking als erfreulich zu verbuchen.

Force Indias Jungefernfahrt glückt im zweiten Versuch

Jenson Button

Jenson Button und McLaren-Honda kamen in Barcelona endlich ins Rollen Zoom

Ohne Panne lief es aber am Freitag nicht: 22 Minuten vor dem Ende rollte der MP4-30 aus nicht geklärten Gründen aus. Am Samstag will McLaren erstmals die volle 2015er-Spezifikation des Honda-Antriebs einsetzen. Lotus flog mit Pastor Maldonado (6., +3,913 Sekunden) nach der Bestzeit vom Donnerstag bis zur Schlussminute unter dem Radar, dann der Paukenschlag: Der Venezolaner krachte auf dem Rückweg an die Box an der Einfahrt in die Mauer und untermauerte seinen Ruf als Bruchpilot.

Max Verstappen (7., +3,974 Sekunden) im Toro Rosso bekam es mit der Defekthexe zu tun. Wegen streikender Elektrik musste der niederländische Dreikäsehoch vorzeitig die Segel streichen. Auch beim Schwesterteam Red Bull gab es Probleme, schließlich blieb der bis dato so konstante Daniil Kwjat (8., +4,173 Sekunden) am Nachmittag mit seinem RB11 in Kurve 1 stehen. Ein Hydrauliksensor funkte verdächtige Daten an die Box.

Force India setzte nach Tests mit dem Vorjahresmodell am Freitag wie geplant erstmals den neuen Boliden VJM08 ein und hatte gleich auf den ersten Metern am Vormittag einen Reifenschaden zu beklagen. Der war schnell behoben und Nico Hülkenberg (9., +5,620 Sekunden) spulte in der Folge 77 Runden ab. Seine Zeit besitzt angesichts der Jungfernfahrt des Autos allerdings keinen Wert.

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