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Formel-1-Rennleiter schließt "Abkürzung" in letzter Rennrunde aus

Klare Ansage: Formel-1-Rennleiter Michael Masi hat den Teams mitgeteilt, was im Falle einer "Abkürzung" in der letzten Rennrunde passieren würde

(Motorsport-Total.com) - In der letzten Rennrunde in Silverstone nicht auf der Strecke ins Ziel fahren, sondern in die Boxengasse abbiegen, Meter sparen und dort den Zielstrich queren: Diese Variante für die Zieleinfahrt wurde in der Formel 1 nach dem Finish im Großbritannien-Grand-Prix in der vergangenen Woche intensiv diskutiert. Nun hat sich auch FIA-Rennleiter Michael Masi dazu geäußert.

Carlos Sainz, Lewis Hamilton, Alexander Albon

Entweder oder: Links die Boxeneinfahrt, rechts der normale Streckenverlauf Zoom

In einer Mitteilung an die Teams schrieb Masi: "Im Interesse der sportlichen Fairness und um einen ordentlichen Ablauf der Veranstaltung im Einklang mit dem Internationalen Sportkodex des Weltverbands zu garantieren, wird jedes Fahrzeug, das die Ziellinie nicht auf der Strecke überquert, den Sportkommissaren gemeldet."

Bedeutet: Wer in der Schlussrunde eine "Abkürzung" durch die Boxengasse wählt, muss mit einer Strafe rechnen. Allerdings könnten die Sportkommissare "mildernde Umstände" walten lassen, sofern zum Beispiel ein Defekt am Fahrzeug vorliegt, der ein Abbiegen in die Boxengasse erforderlich macht.

Tatsächlich ist das theoretische "Abkürzen" durch die Boxengasse kein Silverstone-Phänomen: Wer früher etwa in Donington oder in Buenos Aires in die Box fuhr, konnte schnellere Rundenzeiten erzielen als die Fahrer, die auf der Strecke blieben. Das lag an der Gestaltung der Boxeneinfahrt im Vergleich zum normalen Kursverlauf.

Und einen Präzedenzfall gibt es ebenfalls: 1998 gewann Ferrari-Fahrer Michael Schumacher den Großbritannien-Grand-Prix in Silverstone, nachdem er in der Boxengasse die Ziellinie überquert hatte - um direkt danach eine Zeitstrafe "abzusitzen".

Vergangene Woche hatte Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton in der letzten Rennrunde einen Reifenschaden erlitten und sein Auto nur mit Mühe vor Red-Bull-Mann Max Verstappen über die Ziellinie gerettet. Diese Situation hatte den Anstoß für die Überlegungen gegeben, denen Rennleiter Masi mit seiner Präzisierung nun einen Riegel vorgeschoben hat.

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