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Formel 1 Monaco 2016: Gullydeckel sorgt für Aufregung

Lewis Hamilton hält Nico Rosberg im ersten Training in Monte Carlo in Schach - Sebastian Vettel und Red Bull erste Verfolger der Mercedes-Silberpfeile

(Motorsport-Total.com) - Ein loser Gullydeckel spielte im ersten Freien Training zum Grand Prix von Monaco in Monte Carlo (Formel 1 2016 live im Ticker) die unrühmliche Hauptrolle. Ausgangs Sainte Devote löste sich der viereckige Metalldeckel, als Nico Rosberg mit seinem Mercedes drüberfuhr. Rosberg handelte sich dabei einen Reifenschaden ein, rollte zurück an die Box - aber noch schlimmer erwischte es Jenson Button (McLaren).

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton sicherte sich die Bestzeit im ersten Freien Training in Monaco Zoom

Der Monaco-Sieger des Jahres 2009 schlug sich an dem Gullydeckel den Frontflügel komplett kaputt. Wegen der daraus resultierenden Kleinteile musste die Session einige Minuten vor ihrem regulären Ende beendet werden. Verwunderlich: Eigentlich werden die Gullydeckel aus genau diesem Grund verschweißt. "Das darf eigentlich nicht passieren. Aber vielleicht hat man das einfach nicht perfekt gemacht", sagt Formel-1-Experte Marc Surer.

Gar nicht auszudenken, was gewesen wäre, hätte der Gullydeckel Button am Kopf getroffen - was Diskussionen über einen Cockpitschutz neu befeuern könnte. 700 Euro Strafe zahlen muss Rosberg aber nicht für das Aufwirbeln des Gullydeckels, sondern für Pit-Lane-Speeding: 66,9 km/h sind um 6,9 zu schnell. Auf der Rennstrecke hingegen war er um 0,101 Sekunden zu langsam. Die Bestzeit sicherte sich Teamkollege Lewis Hamilton (1:15.537 Minuten).

Hamilton und Rosberg absolvierten zu Beginn gleich mal je einen 13-Runden-Run auf Ultrasoft, nachdem Hamiltons Vorsprung fast zwei Sekunden betrug. Der Weltmeister lotete aber auch das Limit hartnäckiger aus, fuhr einmal am Hafen geradeaus, bremste ein andermal in Sainte Devote zu spät. Unterm Strich scheint Mercedes auch im Kurvengeschlängel von Monaco die tonangebende Kraft in der Formel 1 zu sein.

Und zwar 0,419 Sekunden vor Sebastian Vettel (Ferrari), 0,771 vor Daniel Ricciardo und 0,834 vor Max Verstappen (beide Red Bull). Ricciardo fuhr mit dem neuen, Verstappen noch mit dem alten Renault-Antrieb. Kurze Aufregung, als Ricciardo den Stinkefinger zeigte. Inzwischen ist auch bekannt wem: "Er ist irgendwo Kimi über den Weg gefahren und hat nur hallo gesagt", grinst Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

Stark präsentierte sich Daniil Kwjat (6./Toro Rosso/+0,889), der sich von seinem ersten Schock erholt haben dürfte. Und Nico Hülkenberg (+1,023) wurde Siebter, obwohl Monaco nicht als Force-India-Strecke gilt. "Die Fahrer sind mit der Balance nicht ganz zufrieden, und wir haben den Ultrasoft noch nicht verwendet. Da kommt noch was", kündigt Betriebsdirektor Otmar Szafnauer an. "Ich glaube, dass beide in die Top 10 fahren und punkten können."

Valtteri Bottas (11./Williams/+2,025) fing im Tunnel einen Drift auf einer Bodenwelle bei Tempo 280 spektakulär ab; trotzdem haben die Williams-Mechaniker zu tun: Felipe Massa (19./+3,209) crashte nämlich schon nach weniger als 25 Minuten ausgangs Sainte Devote, sodass es ihm beide Radaufhängungen links zerfetzte. Später schlug auch Jolyon Palmer (20./Renault/+3,334) in der Tabak-Kurve ein. "Sorry, Jungs! Ich habe die Mauer getroffen", funkte er.

Weder McLaren noch Haas brachten in den ersten eineinhalb Stunden ein Auto in die Top 10; Esteban Gutierrez (14./Haas/+2,372) rollte im Gegenteil bei Portier aus und meldete ein technisches Problem "mit dem Motor". Enttäuschend auch die Monaco-Premiere von Pascal Wehrlein: Platz 22, 5,331 Sekunden Rückstand. Würde die FIA die 107-Prozent-Regel gnadenlos anwenden, hätte er sich damit nicht für das Rennen qualifiziert...

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