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Formel 1 konkretisiert Stipendien- und Praktikumsplan für mehr Vielfalt

Die Formel 1 hat Pläne für ein Stipendien-, Praktikums- und Ausbildungsprogramm vorgestellt, das sich vor allem auf unterrepräsentierte Gruppen konzentriert

(Motorsport-Total.com) - Als Teil der Initiative "We Race As One" gab die Formel 1 im Juni vergangenen Jahres bekannt, dass sie eine Stiftung gründen wird, um Stipendien und Studiengebühren für Studenten mit Migrationshintergrund zu finanzieren - unterstützt durch eine persönliche Spende in Höhe von einer Million Dollar des damaligen CEO Chase Carey.

Logo der Formel-1-Initiative "We Race As One" auf Lewis Hamiltons Mercedes

Mit der Initiative "We Race As One" will die Formel 1 vielfältiger werden Zoom

Die Formel 1 folgte damit einem Vorstoß des siebenmaligen Weltmeisters Lewis Hamilton, die Königsklasse vielfältiger zu machen, einschließlich der Gründung der Hamilton-Kommission, um herauszufinden, warum dunkelhäutige und andere ethnische Minderheiten in der Rennserie unterrepräsentiert sind.

Die Ergebnisse der Hamilton-Kommission wurden Anfang der Woche veröffentlicht und zeigten, dass nur ein Prozent der Angestellten in der Formel 1 dunkelhäutig sind.

Mehr Inklusion durch Stipendien, Lehrstellen und Praktika

Bereits im März hatte die Königsklasse ihre Pläne erläutert, mehr Möglichkeiten für diese Bevölkerungsgruppen durch ihr Stipendienprogramm zu schaffen. Nun aber wurde vollständig dargelegt, welche Maßnahmen sie ergreifen wird.

Zehn Formel-1-Ingenieur-Stipendien werden für Studenten aus "unterrepräsentierten Gruppen, einschließlich ethnischer Minderheiten, Frauen und solchen aus unterprivilegierten Verhältnissen" zur Verfügung gestellt. Diese Stipendien decken die vollen Studienkosten sowie ein Lebenshaltungsstipendium ab.

Alle zehn Formel-1-Teams haben sich verpflichtet, einem Stipendiaten während seiner Zeit an der Universität ein Praktikum zu ermöglichen, wobei die Partnerinstitutionen in ganz Großbritannien und Italien ansässig sind.

Dabei handelt es sich um die University of Cambridge (1 Stipendiat), die Coventry University (1), die Manchester Metropolitan University (1), MUNER - The Motorvehicle University of Emilia-Romagna (3), die University of Oxford (2) und die Strathclyde University (1).

Im Rahmen des Formel-1-Lehrlingprogramms werden "2021 zwei Langzeit-Lehrlinge aus unterrepräsentierten Gruppen innerhalb unserer Organisation" eingestellt, heißt es weiter. "Die Lehrstellen werden im September beginnen und haben einen Schwerpunkt im Bereich Maschinenbau."

Das Formel-1-Praktikantenprogramm sieht in diesem Jahr sechs Praktikanten aus unterrepräsentierten Gruppen in einer Mischung aus Kurz- und Langzeitpraktika vor. Zwei von ihnen wurden bereits in den Motorsport- und Marketingteams der Formel 1 eingesetzt.

Domenicali: "So vielfältig sein wie unsere Fangemeinde"

In der Erklärung der Formel 1 heißt es, dass die restlichen vier "in den kommenden Wochen über mehrere Diversity- und Inklusionspartner rekrutiert werden".

Zu diesen Partnern zählen Black Collective of Media in Sport (BCOMS), Driven By Diversity und verschiedene andere Initiativen, "die junge Menschen aus unterrepräsentierten Gruppen oder mit eingeschränkten Bildungs- oder Beschäftigungsmöglichkeiten ausbilden und fördern".

"Die Formel 1 ist ein globaler Sport mit Fans auf der ganzen Welt", betont Formel-1-CEO Stefano Domenicali. "Wir wollen so vielfältig sein wie unsere Fangemeinde und deshalb ergreifen wir Maßnahmen, um sicherzustellen, dass talentierte Menschen aus unterrepräsentierten Gruppen die besten Möglichkeiten haben, in diesen fantastischen Sport einzusteigen und eine starke Karriere aufzubauen."

"Ich freue mich sehr, dass Stipendiaten, Auszubildende und Praktikanten die Chance bekommen, ihre Träume in der Formel 1 zu verwirklichen, und ich weiß, dass sie eine großartige Zukunft vor sich haben. Ich möchte mich besonders bei Chase bedanken, dessen großzügige Spende die zehn Stipendien finanziert."


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Die Plattform #WeRaceAsOne bezeichnet Domenicali als "unser Bekenntnis zu echter Veränderung". "Wir wissen, dass wir einen positiven Beitrag für die Welt, in der wir leben, leisten müssen. Alle Teams haben sich dazu verpflichtet und die Arbeit der Hamilton-Kommission zeigt das Engagement, diese Themen quer durch die Formel 1 anzugehen."

"Unser Fokus liegt auf Diversität und Inklusion, Nachhaltigkeit und Community und wir werden unsere Pläne weiter vorantreiben, um vielfältiger und nachhaltiger zu sein und einen dauerhaften positiven Einfluss auf die Länder und Gemeinden zu hinterlassen, die wir besuchen", so Domenicali weiter.

"Wir wissen, dass wir bei diesen Themen weiter vorankommen müssen und der gesamte Sport ist sich einig, dies in den kommenden Monaten und Jahren zu tun."

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