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Formel 1 China 2018: Motoren-Feuer bei Daniel Ricciardo!

Drama im dritten Freien Training in Schanghai: Red Bull verliert den nächsten Motor, während Sebastian Vettel trotz klirrender Kälte zu Hochform aufläuft

(Motorsport-Total.com) - Mit einem beeindruckenden Vorsprung hat sich Sebastian Vettel (Ferrari) die Bestzeit im dritten Freien Training zum Grand Prix von China in Schanghai (Formel 1 2018 live im Ticker) gesichert. Vettel war um 0,451 Sekunden schneller als sein Teamkollege Kimi Räikkönen und hängte den drittplatzierten Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas sogar um 0,743 Sekunden ab.

Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo erlitt einen herben Rückschlag für seine WM-Hoffnungen Zoom

Aber die Story des Samstagvormittags schrieb ein anderer. Daniel Ricciardo (Red Bull) erlitt einen herben Rückschlag für seine WM-Hoffnungen 2018. Gut eine halbe Stunde war gefahren, als sein Renault-Antrieb in der fünften Runde spektakulär explodierte, Flammen schlug und verrauchte.

Besonders bitter: Ricciardo hatte nach dem Defekt in Bahrain schon die zweite Batterie und die zweite Steuerelektronik eingebaut. Ab der dritten solchen Komponente droht eine Rückversetzung um fünf Startpositionen. Nur Verbrennungsmotoren sind drei pro Saison erlaubt.

"Der Verdacht lautet auf Turboschaden", sagt Teamchef Christian Horner. "Ob dabei auch der Verbrennungsmotor beschädigt wurde, müssen wir erst herausfinden." Dass es mit dem Qualifying wegen des bevorstehenden Motorwechsels eng werden könnte, glaubt er nicht: "Wir sind geübt darin. Die Jungs schaffen das. Aber sie müssen ein Wunder wahr machen."

Die Enttäuschung steht Horner ins Gesicht geschrieben, wenn er in Richtung Renault sagt: "Es ist das zweite Rennen hintereinander. Wir kassieren die erste Strafe im dritten Rennen. Das ist eine herbe Enttäuschung." Ricciardo selbst versucht wenigstens, den Zwischenfall cool wegzustecken, wenn er witzelt: "Have a break, have a KitKat!"

Zumal WM-Leader Vettel trotz der kühlen Temperaturen, die Ferrari eigentlich nicht liegen sollten, beeindruckend in Form zu sein scheint. Der Ferrari-Fahrer erzielte eine Bestzeit von 1:33.018 Minuten und geht damit als Topfavorit ins Qualifying am Nachmittag.

Sein Erzrivale Lewis Hamilton (Mercedes) wurde mit 1,039 Sekunden Rückstand Fünfter, konnte aber sein wahres Potenzial nicht ganz aufzeigen. Wie schwer sich Mercedes tut, zeigte sich an einem der seltenen Dreher des Weltmeisters, als er ausgangs Kurve 10 bei hoher Geschwindigkeit auf den feuchten Kunstrasen kam und die Kontrolle verlor. Die Szene blieb - abgesehen von einem kaputten Reifensatz - ohne Konsequenzen.

Red Bull scheint mit Mercedes auf Augenhöhe zu sein. In Abwesenheit von Ricciardo sicherte sich Max Verstappen (+0,951) den vierten Platz, obwohl er am Boxenfunk - wie schon in Baku 2017 - elektrische Probleme im Antriebsbereich ortete. Teamchef Horner relativiert: "Mir scheint nicht, dass seine Seite der Garage in Panik ist."

Auffällig: In der Topspeed-Wertung lagen am Ende fünf Ferrari-Motoren auf den ersten fünf Plätzen! Das ist auf einer der längsten Geraden des Formel-1-Kalenders (1,2 Kilometer) natürlich ein entscheidender Vorteil. Zumal heute der Wind komplett gedreht hatte und sich alle auf neue Bedingungen einstellen mussten.

Bei gerade mal 12 Grad Celsius ging's los am Samstagmorgen, und eigentlich hatten Experten damit gerechnet, dass sich Ferrari schwerer tun würde, je kühler es wird. Doch weit gefehlt! Vettel und Räikkönen sicherten sich die ersten beiden Plätze, und Ferrari-intern war Vettel diesmal schon vor dem Qualifying schneller als sein Teamkollege.

Im Kampf um die ersten Verfolgerplätze tummelten sich im dritten Training nicht nur die üblichen Verdächtigen an der Front. Zwar sicherte sich Kevin Magnussen (Haas/+1,311) den sechsten Platz, aber direkt hinter ihm landeten die beiden Force-India-Fahrer, und auch Sergei Sirotkin (10./Williams/+1,723) überraschte.

Nico Hülkenberg (Renault/+1,823) wurde Elfter, vor den beiden McLaren-Piloten Fernando Alonso (+1,833) und Stoffel Vandoorne (+1,959). Letzterer wurde einmal vorzeitig an die Box beordert, weil seine Telemetrie schlapp machte. Trotzdem schaffte er 16 Runden.

Letzter wurde am Samstagmorgen übrigens kein Williams- oder Sauber-Fahrer, sondern Romain Grosjean (+2,738). Beim Haas-Piloten traten Bremsprobleme auf.

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