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Force India: Hülkenberg Zweiter und hochzufrieden

Force-India-Pilot Nico Hülkenberg musste sich nur dem Weltmeister geschlagen geben und schwärmt von Zuverlässigkeit und Performance des VJM05

(Motorsport-Total.com) - Force India entwickelt sich langsam aber sicher zum Geheimtipp für den Saisonstart 2012. Die indische Truppe zeigte schon im Vorjahr in der zweiten Saisonhälfte einige Glanzlichter - dieses Jahr könnte sich dieser Trend fortsetzen. Nach vier starken Testtagen in Jerez, wo sich die Piloten vom neuen VJM05 angetan zeigten, erwies man sich auch beim Auftakt in Barcelona als stark.

Nico Hülkenberg

Nico Hülkenberg kam Weltmeister Sebastian Vettel am nächsten

Und das ist ein gutes Zeichen, denn der Circuit de Catalunya gilt als eine für die Aerodynamik äußert anspruchsvolle Strecke. Ein Auto, das dort funktioniert, gilt als konkurrenzfähig. Genau das war Nico Hülkenberg heute: Der Mann aus Emerich sorgte mit Platz zwei hinter Sebastian Vettel für eine deutsche Doppelführung - schließlich fehlten ihm nur 0,157 Sekunden auf den Red-Bull-Piloten.

VJM05 schnell und zuverlässig

Hülkenberg fuhr seine persönliche Bestzeit allerdings in einem Zwei-Runden-Run. Vermutlich hatte er also nicht viel Sprit an Bord. Beeindruckend ist aber, dass er insgesamt sieben Mal unter 1:24 Minuten blieb - gleich oft wie Landsmann Vettel. Damit setzten die beiden am Dienstag die Bestmarke.


Fotos: Force India, Testfahrten in Barcelona


Und auch die Zuverlässigkeit des VJM05 scheint perfekt: Hülkenberg fuhr insgesamt 97 Runden. Dass er in Jerez einen halben Testtag verloren hatte, weil Ersatzmann Jules Bianchi das Auto beschädigte, spielt für ihn nun keine Rolle mehr: "Das liegt hinter uns."

Er zieht ein durchwegs positives Fazit: "Wir hatten einen guten Tag, begannen heute Morgen damit, Aerodaten zu sammeln, verglichen unterschiedliche Reifenmischungen und konzentrierten uns am Nachmittag auf Longruns. Einmal mehr gab es keinen Zuverlässigkeits-Probleme und der Eindruck vom Auto war sehr positiv. Ich hatte heute ein gutes Gefühl."

Hülkenberg voll des Lobes

Dass er in Barcelona deutlich stärker in Erscheinung tritt als zuletzt in Jerez führt er auf zwei Faktoren zurück: die Charakteristik des Autos und seine immer größer werdende Erfahrung mit dem VJM05. "Nun ja, vielleicht liegt uns diese Strecke etwas besser als Jerez", meint er.

Nico Hülkenberg

Nico Hülkenberg spulte zum Auftakt annähernd 100 Runden ab Zoom

"Ich denke auch, dass ich mit jedem zusätzlichen Kilometer besser werde. Das ist jetzt mein zweiter Tag im Auto. In Jerez fuhr ich zum ersten Mal nach einer sehr langen Zeit, wo ich nicht im Auto saß. Heute Nachmittag stieg ich nach eineinhalb Stunden Pause wieder ein und plötzlich fühlt sich alles noch einmal vertrauter an, schon fast wie zuhause. Es wird immer besser." Hülkenberg zeigt sich mit seinem neuen Dienstauto rundum glücklich: "Das gesamte Bild sieht bisher sehr gut aus. Die Fahrbarkeit des Autos ist auch sehr gut."

Neue mechanische Teile am Auto

Chefingenieur Jakob Andreason, der zuletzt bei McLaren unter Vertrag stand, erklärt, worauf man sich heute konzentrierte: "Das war ein weiterer stressiger Tag, an dem Nico viele Kilometer abspulte und weiter ein Gefühl für den VJM05 entwickelte. Wir starteten unser Programm mit Aero-Tests und evaluierten einige mechanische Komponenten, die das Auto nach dem Test in Jerez verbessern sollten."

Sein Fazit fällt klar positiv aus: "Das Auto zeigte den ganzen Tag über eine gute Zuverlässigkeit, wodurch wir uns auf die Verbesserung der Performance konzentrieren konnten. Wir schlossen den Großteil unseres Programms ab und arbeiteten uns am Nachmittag durch unsere Longruns, wo Nico seine Kenntnisse über die Reifenmischungen hart und medium verbessern konnte." Der Deutsche wird auch am Mittwoch im Auto sitzen, ehe Teamkollege Paul di Resta am Donnerstag übernimmt.

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