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  • 23.06.2014 · 07:07

  • von Dieter Rencken & Roman Wittemeier

Force India: Die Ansprüche steigen

Im Lager von Force India korrigiert man die Zielsetzungen für die Saison 2014 mittlerweile nach oben: Ferrari kann sich auf etwas gefasst machen

(Motorsport-Total.com) - Force India ist eines von vier Formel-1-Teams, das bislang in jedem Rennen der diesjährigen Saison punkten konnte. Die Inder mit Sitz in Großbritannien liegen in der Konstrukteursmeisterschaft auf Platz vier. Von hinten drückt Williams zwar nach dem starken Auftritt in Spielberg, aber Ferrari auf Rang drei ist auch längst noch nicht außer Reichweite. Die Ansprüche bei Force India steigen mit konstant guten Leistungen immer weiter an.

Sergio Perez, Nico Hülkenberg

Einer war schneller: Sergio Perez wurde von Nico Hülkenberg vorbeigelassen Zoom

"Es war ein tolles Rennen. 'Checo' war richtig gut in Form", blickt Rob Fernley auf den Grand Prix von Österreich zurück. Sergio Perez war von Platz 15 gestartet und hatte das Rennen auf Rang sechs beendet. Der Mexikaner profitierte vom guten Rennspeed und einem klugen taktischen Zug. "Das Qualifyingergebnis ist Grundlage für taktische Überlegungen. Bei Sergio bot sich das ganz einfach an, mit den Prime-Reifen ins Rennen zu starten", so der stellvertretende Force-India-Teamchef Fernley.

"An Nicos Auto hatten wir irgendwelche Probleme. Das müssen wir uns noch anschauen. Irgendwo im Setup passte etwas nicht. Das machte sich vor allem im letzten Stint bemerkbar", berichtet der Brite vom Hülkenberg-Auftritt, der auf Rang neun endete. "Wir hätten auf den Plätzen sechs und sieben ankommen wollen, die Ränge sechs und acht im schlechtesten Fall. Das nicht geschafft zu haben ist ein wenig enttäuschend."

Force India war im Anschluss an den McLaren-Glanzauftritt in Melbourne über viele Wochen das zweitbeste Team mit Mercedes-Antrieben. Diesen Status hat man angesichts der Williams-Performance in Spielberg offenbar verloren. "Wenn man sich die Performance von Williams anschaut, dann sind die ganz klar das zweitschnellste Mercedes-Team. Wenn wir aber auf den WM-Stand schauen, dann sind wir die Nummer zwei. Man muss die Ergebnisse halt auch bringen", sagt Fernley.


Fotos: Force India, Großer Preis von Österreich, Sonntag


"Wir hatten in Spielberg ein paar Updates am Auto. Es war ein ziemlich umfangreiches Paket, das ursprünglich erst für Silverstone geplant war. Es wurde aber früher fertig, sodass wir es sofort genutzt haben", berichtet der Brite von guten Schritten im harten Entwicklungswettkampf. "Wir versuchen, weitere neue Teile für Silverstone bereit zu haben. Ob wir diese dann sofort im Rennen fahren, oder erst anschließend in Deutschland, das müssen wir mal schauen."

"Wir können weiter schnelle Entwicklungen bringen. Wir haben noch einiges vor. Ich denke, dass Ferrari auf Platz drei der WM nicht so sicher sein kann. Williams oder Force India können da vielleicht noch angreifen", meint Fernley. Im Lager von Force India hat man Morgenluft geschnuppert. Die Saison 2014 könnte dank der Mercedes-Antriebe zum Glanzlicht werden. "Platz fünf war zum Start der Saison unser Ziel, aber wenn man die Chance hat, mehr zu erreichen, dann will man das natürlich auch."

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