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Ferrari zum Auftakt in Malaysia wieder überlegen

Genau wie in Melbourne demolierten Schumacher und Barrichello auch bei Gluthitze im ersten Sepang-Training das Feld

(Motorsport-Total.com) - Wer gehofft hatte, dass sich das Kräfteverhältnis seit Australien maßgeblich verändert haben könnte, hat sich getäuscht: Auch im ersten Freien Training auf dem 'Sepang International Circuit' in Malaysia deklassierte das Ferrari-Team die Konkurrenz gnadenlos - den besten Verfolgern fehlten mehr als 1,5 Sekunden.

Michael Schumacher

Die Hitze machte schon am Morgen selbst Michael Schumacher zu schaffen... Zoom

Wie üblich schauten sich Schumacher und Barrichello die Session erst einmal eine halbe Stunde lang an, ehe sie fast zeitgleich auf Anhieb eine Doppelführung hinlegten. Am Ende hatte der Weltmeister nach einer makellosen Stunde seine Nase um 0,943 Sekunden vor dem Teamkollegen, wobei er in allen Sektoren konstant schneller war. Die Ferraris wirkten überaus stabil, lagen sauber auf der Strecke und auch vom kolportierten Reifennachteil ist vorerst nichts zu sehen.#w1#

Verfolger haben wieder mehr als 1,5 Sekunden Rückstand

Als bester Verfolger klassierte sich bei 35 Grad Luft- und 50 Grad Asphalttemperatur BAR-Testpilot Anthony Davidson an dritter Stelle, gefolgt von Ricardo Zonta (Toyota), Ralf Schumacher (BMW-Williams) und Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes). Letzterer drehte nur fünf Runden, um den Motor zu schonen - genau wie die meisten "Big Names" -, schien aber zumindest einen Tick konkurrenzfähiger zu sein als beim Opener in Melbourne.

Beunruhigend ist weiterhin der Rückstand von BMW-Williams: "Schumi II" büßte knapp 1,8 Sekunden ein, Juan-Pablo Montoya als Achter gar 2,2 - und beide verzeichneten je einen Dreher. Allerdings ist bekannt, dass das anglo-deutsche Team die Karten am Freitag nur selten aufdeckt und aller Voraussicht nach morgen oder vielleicht schon am Nachmittag noch zulegen kann. Bei den Außenseitern in den Top 10 darf dies eher bezweifelt werden.

Zu diesen Außenseitern gehört übrigens auch Mark Webber, der mit seinem Jaguar eine starke Performance ablieferte und mit wenigen Runden auf Platz sieben fuhr, von den Sektorenzeiten her jedoch noch weiter vorne hätte landen können. Solide auch seine Teamkollegen: Testfahrer Björn Wirdheim landete auf Rang 16 (+ 3,649), Christian Klien kam beim Lernen des Kurses mit guten Einzelabschnitten immerhin auf Position 17 (+ 4,117).

Renault zum Auftakt überraschend weit hinten

Fernando Alonso, im Vorjahr noch auf Pole Position, musste sich zu Beginn mit Platz zehn begnügen, verlor auf die Bestzeit 2,682 Sekunden. Auch Teamkollege Jarno Trulli (13.) konnte das Potenzial des Fahrzeugs noch nicht ausschöpfen und büßte gar 3,379 Sekunden ein. Dazwischen besiedelten David Coulthard (McLaren-Mercedes) und Olivier Panis (Toyota) die Positionen elf und zwölf. Solider Neunter: Jenson Button (BAR-Honda).

Nichts Neues gibt es am Ende des Feldes: Die "rote Laterne" reichen auch in Malaysia die Minardi-Piloten umher, wobei erwartungsgemäß Gianmaria Bruni mit 6,7 Sekunden Rückstand schnellster Mann war. Felipe Massas schwacher 24. Platz ist nicht als Maßstab herzunehmen, sehr wohl hingegen die Tatsache, dass Timo Glock mit stark übersteuerndem Auto als 19. schnellster Jordan-Fahrer war - 0,043 Sekunden vor Teamleader Nick Heidfeld.

Spektakuläre Zwischenfälle sind im ersten Freien Training ausgeblieben, weil über weite Strecken die Motoren für den Renntag geschont wurden. So kamen vorerst wiederum hauptsächlich die dritten Piloten der Teams zum Einsatz, was auch bedeutet, dass die erzielten Zeiten noch nicht überbewertet werden dürfen. Auch im Reifenkrieg lässt sich noch keine sinnvolle Einschätzung für dieses Wochenende prognostizieren.

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