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  • 28.07.2020 · 15:11

Ferrari-Statistik: Es ging auch schon schlechter los als 2020 ...

Ein Blick in die große Historie von Formel-1-Traditionsteam Ferrari zeigt: Der Saisonstart der Scuderia fiel auch schon schlechter aus als in diesem Jahr

(Motorsport-Total.com) - Ein Podestplatz, ein Doppelausfall, nur drei Punktepositionen in drei Rennen: Das ist die magere Zwischenbilanz von Ferrari in der Formel-1-Saison 2020. Es ist aber nicht der schlechteste Auftakt in ein Grand-Prix-Jahr, den das Traditionsteam aus Maranello je hingelegt hat. Das zeigt ein Blick in die umfangreiche Formel-1-Historie von Ferrari (hier in der Formel-1-Datenbank nachschlagen!).

Gilles Villeneuve, Ferrari, 1981

Schnell und spektakulär, aber: Gilles Villeneuve war Teil einer Ferrari-Pleite Zoom

Zum Beispiel hatte das Team die Saison 2006 mit den genau gleichen Eckdaten begonnen, damals mit Felipe Massa und Michael Schumacher. Und nach dem holprigen Auftakt kam Ferrari in beiden WM-Wertungen noch auf den zweiten Platz hinter Renault.

1993 war zu Saisonbeginn indes fast gar nichts gelaufen bei Ferrari: Jean Alesi und Gerhard Berger schafften in den drei Rennen am Jahresanfang nur einen sechsten Platz und kamen auf vier Ausfälle.

Den krassesten Fehlstart gab es 1981

Nur minimal besser hatten 1986 Michele Alboreto und Stefan Johansson für Ferrari abgeschnitten: ebenfalls vier Ausfälle, ein vierter Platz. In beiden Fällen gab es jeweils noch WM-Rang vier am Jahresende.

Dass ein solcher Fehlstart nicht in einem kompletten Fehlschlag münden muss, das zeigt die Formel-1-Saison 1982: Drei Ausfälle, eine Disqualifikation und ein sechster Platz schlugen für Didier Pironi und Gilles Villeneuve nach drei Grands Prix zu Buche. Ferrari gewann trotzdem noch die Konstrukteurswertung.


Fotostrecke: Als ein Ferrari-Pilot zum letzten Mal Formel-1-Weltmeister wurde, ...

Im Jahr davor hatten die gleichen Fahrer den denkbar schlechtesten Ferrari-Saisonauftakt gehabt, wenn die drei ersten Saisonrennen als Maßstab dafür gelten: Pironi und Villeneuve kamen nicht ein einziges Mal ins Ziel und erst beim vierten Rennen in die Punkteränge. Die Saison 1981 beschloss Ferrari auf WM-Rang fünf.

Die kuriose Weltmeister-Statistik

Und 2020? Eine andere, besondere Ferrari-Statistik schließt zumindest den Titelgewinn durch einen Ferrari-Fahrer aus: So hat seit 1950 noch kein Ferrari-Vertreter den Fahrertitel gewonnen, solange der jüngste Ferrari-Weltmeister noch in der Formel 1 aktiv war.

Beispiele dazu: Juan-Manuel Fangio wurde erst Weltmeister auf Ferrari (1956), nachdem Alberto Ascari tödlich verunglückt war (1955). Niki Lauda gewann den Titel (1974), als John Surtees seine Karriere schon beendet hatte (1972). Und Michael Schumacher hörte zum ersten Mal auf (2006), ehe Kimi Räikkönen für Ferrari zum Weltmeister wurde (2007).

Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen ist der bislang letzte Ferrari-Weltmeister in der Formel 1 Zoom

Diese kuriose Statistik legt nahe: Solange Räikkönen noch fährt, gibt es keinen neuen Ferrari-Weltmeister. Der Ex-Champion steht noch bis Ende 2020 bei Alfa Romeo unter Vertrag.

Allerdings ist Räikkönen schon einmal aus der Formel 1 zurückgetreten (2009) und wiedergekommen. Und bei Lauda (erster Rücktritt vor dem Titelgewinn von Jody Scheckter 1979) und Schumacher vor ihm hielt die spezielle Serie nur aufgrund einer Formel-1-"Pause".

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