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Ferrari mit Ergebnis in der Qualifikation zufrieden

Das Team aus Maranello war mit der Leistung von Michael Schumacher und Rubens Barrichello zufrieden

(Motorsport-Total.com) - In 1:15.782 Minuten erzielte Michael Schumacher in Kanada seine sechste Pole Position auf dem Circuit Gilles Villeneuve. Der Deutsche benötigte von den maximal zur Verfügung stehenden 12 Runden gerade einmal nur sechs und war am Ende der Qualifikation eine halbe Sekunde schneller als sein nächster Verfolger. Für Rubens Barrichello lief es in der Qualifikation durchwachsen. Der Brasilianer hatte beim Versuch auf der Jagd nach der schnellsten Rundenzeit in der letzten Schikane vor Start und Ziel die Randsteine unglücklich erwischt und war in die nahe Mauer gekracht, weshalb die Qualifikation auch kurzzeitig zur Räumung des stark beschädigten Autos unterbrochen hatte werden müssen. Anschließend setzte Barrichello die Qualifikation im für Michael Schumacher abgestimmten T-Car fort, konnte seine zuvor gefahrene Rundenzeit aber dennoch steigern. Am Sonntag wird der Brasilianer, der für seine schnellste Runde 1:16.760 Minuten benötigt hatte, von Startplatz 5 ins Rennen starten.

Michael Schumacher

Michael Schumacher distanzierte die Konkurrenz in der Qualifikation

Michael Schumacher erklärte zufrieden über die Qualifikation, in der er sich durch die Pole Position eine gute Ausgangslage für das Rennen geschaffen hat: "Ich bin am Ende der Qualifikation nicht mehr auf die Strecke gefahren, weil ich es spannender fand zu beobachten was zum Schluss vorging. Natürlich kann man nie sicher sein, dass ein anderer Fahrer im Schlussangriff die eigene Rundenzeit noch unterbietet, aber als ich sah das Ralf zum Wiegen musste, wusste ich, dass es schwer für die anderen werden würde. Ich bin über meinen Vorsprung zur Konkurrenz schon ein wenig überrascht, jedoch nicht über die Tatsache, dass die Rundenzeiten niedriger sind als im Vorjahr. Was das Rennen betrifft, so ist das Auto gut abgestimmt, wenngleich es nie perfekt sein kann und wird. Dieser Kurs verändert sich hier über das Wochenende immer enorm, sodass wir im Warm-up hoffen weitere Fortschritte zu machen."

Rubens Barrichello war mit dem Verlauf seiner Qualifikation nicht so glücklich und äußerte sich wie folgt: "Das war einer von meinen weniger guten Tagen. Während meines ersten Versuchs geriet ich in Verkehr und während des zweiten Versuchs landete ich in der Mauer, nachdem ich über den Randstein in der Schikane aufgestiegen war. Ich habe das Limit wohl ein wenig überschritten. Anschließend rannte ich zurück in die Box, um in das T-Car zu klettern, welches für Michael abgestimmt war. Trotz dieses Umstandes und obwohl das Setup für meine Belange nicht ideal war, finde ich, dass die Mechaniker gute Arbeit geleistet haben. Am Ende ging mir die Zeit aus, sodass ich für meinen vierten und letzten Versuch keine neuen Reifen mehr aufziehen lassen konnte. Dadurch gelang es mir auch nicht meine Startposition zu verbessern. Ich gehe aber von einem ziemlich offenen Rennen am Sonntag aus."

Jean Todt, Ferrari-Rennsportdirektor: "Michael hat heute das Maximum aus seinem Auto herausgeholt. Der Abstand in der Rundenzeit zwischen ihm und seinem Bruder Ralf ist mit einer halben Sekunde ziemlich groß. Rubens hatte leider bei seinem zweiten Versuch einen Unfall, weshalb er anschließend das Ersatzauto nehmen musste. Das Team hat aber gute Arbeit geleistet, um das Auto so gut es ging auf ihn anzupassen. Das Rennen wir sicherlich hart werden. Die Standfestigkeit, insbesondere die Bremsen, werden morgen der entscheidende Faktor sein."

Ross Brawn, Technischer Direktor: "Michael hat heute eine fantastische Pole Position herausgefahren und eine problemlose Qualifikation gehabt. Es war sehr wichtig, dass er Reifen für das Rennen aufgespart hat. Rubens Qualifikation war im Gegensatz zu der seines Teamkollegen problematischer, da uns am Ende ganz einfach die Zeit ausgegangen ist, da er nach seinem Unfall das Ersatzauto hatte nehmen müssen. Er musste dann auf seiner letzten Runden ziemlich schnell fahren, damit er noch rechtzeitig über die Ziellinie kommt, was natürlich nicht ideal für die Reifen war. Wenn man davon ausgeht, dass das Rennen sehr lang wird, ist Startplatz 5 aber kein Handicap."

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