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Ferrari fühlt sich verflucht

Wieder hatte man ein Auto, das für einen Platz auf dem Podium gut war, doch erneut schien sich alles gegen die roten Renner verschworen zu haben

(Motorsport-Total.com) - Das Ferrari-Team war in Silverstone stark genug, um einige WM-Punkte einzufahren, doch am Ende reichte es lediglich für Fernando Alonso und Felipe Massa zu den Plätzen 14 und 15. Beide Piloten zogen sich in Duellen Reifenschäden zu, dabei kam es am Start direkt zu einer Kollision zwischen Alonso und Massa. Massa leistete sich zudem einen Dreher und musste deswegen zu einem zusätzlichen Stopp an die Box. Alonso wiederum erhielt eine Durchfahrstrafe zu einem ungünstigen Moment, weil er Robert Kubica regelwidrig überholt haben soll.

Fernando Alonso

Fernando Alonso neben der Strecke: Ein Rennen zum Vergessen Zoom

"Ich hatte einen schrecklichen Start", so Alonso. "Wir hatten ein paar Probleme mit der Kupplung, und dann kam der Zwischenfall mit Kubica, der mein Rennen zusätzlich beeinträchtigt hat. Ich möchte die Entscheidung der Rennleitung nicht kommentieren. Das Team agierte korrekt, aber die Anweisung, die Position zurückzugeben, erreichte mich, als ich schon einen weiteren Fahrer überholt hatte. Und in der Zwischenzeit machte Kubica sichtbar langsamer, bevor er aufgeben musste."#w1#

"Hinzu kam, dass die Strafe mit dem Safety-Car zusammen fiel, und anstatt ein paar Positionen zu verlieren verlor ich ein Dutzend. Selbst nach meinem schwierigen Start war ich überzeugt, dass ich Dritter hätte werden können, aber stattdessen kam ich mit leeren Händen ins Ziel."

"Die Situation in der Meisterschaft sieht definitiv schwieriger aus, aber wir haben erst die Hälfte der Saison überschritten, und es kann immer noch alles passieren. Das Auto ist besser, und ich flog, als ich wirklich eine freie Strecke vor mir hatte. Wir müssen weiter arbeiten und an uns selbst glauben."

"Ich weiß nicht, was ich tun soll", so Massa. "Aber ich muss einen Weg finden, um dem Pech zu entkommen, das mich verfolgt! In den vergangenen paar Rennen ist mir alles passiert. Heute war mein Rennen schon bald vorbei, als ich Fernando berührte und einen Plattfuß bekam, der mich an das Ende des Feldes zurückwarf."

"Das Auto lief gut, aber das hilft einem nicht viel, wenn man das Ergebnis nicht erzielen kann. Die Meisterschaft ist nach diesem Rennen nicht gelaufen, aber meine Situation ist klarerweise beeinträchtigt. Ich müsste eine Menge Rennen gewinnen, während die anderen dieselben Schwierigkeiten haben müssten, die mir in den vergangenen paar Rennen zugestoßen sind. Wir dürfen jedoch nicht aufgeben. Wir werden unsere Köpfe aufrecht halten und weiterhin Druck bei der Entwicklung des Autos machen. Dann werden wir sehen, welches Ergebnis wir erzielen."

"Wir sind sehr, sehr enttäuscht, wie dieses Rennen ausgegangen ist", so Chefingenieur Chris Dyer. "Die Chancen unserer Fahrer waren schon in der ersten Runde praktisch gelaufen, besonders im Fall von Felipe, da er mit einem Plattfuß an die Box kommen musste. Fernando fand sich selbst im Verkehr wieder, und wir versuchten, ein paar Plätze gutzumachen, indem wir ihn früh zu seinem ersten Stopp holten. Aber der Plan funktionierte nicht."


Fotos: Ferrari, Großer Preis von Großbritannien, Sonntag


"Was den Zwischenfall mit Alonso betrifft, als dieser Kubica überholte, so war das der Schlüsselmoment im Rennen unseres Fahrers, da die Entscheidung der Rennleitung folgte. Seine Strafe raubte ihn um jede Chance, die er hatte, das Rennen in den Punkten zu beenden, besonders da diese mit der Safety-Car-Phase kam"

"Wir machen eine schwierige Zeit durch, aber wir dürfen nicht aufgeben. Wir haben gezeigt, dass sich die Leistung unseres Autos auf einer Strecke verbessert hat, zu der unser Auto nicht so gut passt. Wir müssen in dieser Richtung weitermachen."

"Wir scheinen im Moment wirklich verflucht zu sein, wenn alles, was schief gehen kann, schief geht", so Teamchef Stefano Domenicali. "Wir sind nicht glücklich, aber wir dürfen uns nicht selbst leid tun. Stattdessen müssen wir ruhig reagieren, fokussiert bleiben und weiter auf jene Art und Weise arbeiten, wie wir dies in den vergangenen paar Wochen gemacht haben."

"Wir kehren ohne Punkte nach Hause zurück, aber mit dem Wissen, dass wir in Bezug auf das Auto, das Team und die Fahrer über das Potenzial verfügen, dass wir auf dem richtigen Niveaus sind, um mit dieser Situation umgehen zu können. Wir dürfen es nicht zulassen, in Frustration zu versinken."

"Ich bin mir sicher, dass die Ergebnisse und die Punkte, die uns aus verschiedenen Gründen zuletzt gefehlt haben, kommen werden. Klarerweise sieht die Situation in der Meisterschaft nun schwieriger aus, aber wir bleiben zuversichtlich, dass wir immer noch um den Titel kämpfen können. Wir werden mit der Entwicklung des F10 weitermachen, zuversichtlich sein, dass wir den Boden gutmachen können, den wir bis heute verloren haben."

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