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  • 25.06.2011 · 22:54

  • von Christian Nimmervoll & Dieter Rencken

Ferrari auf dem Weg der Besserung

Costa-Nachfolger Pat Fry versucht, Ferrari auf den rechten Weg zu bringen, was laut Fernando Alonso schon jetzt erste Früchte trägt

(Motorsport-Total.com) - Nach dem durchwachsenen Saisonauftakt liegen die Ferrari-Piloten in der Fahrer-WM zwar schon fast aussichtslos zurück, doch zumindest scheint sich das Team auf dem Weg der Besserung zu befinden. Offenbar greifen langsam die technischen Umstrukturierungen, die in den vergangenen Monaten eingeleitet wurden.

Pat Fry

Ferrari-Technikchef Pat Fry will dem Team eine neue Richtung geben

Die Wurzel allen Übels in Bezug auf den aktuellen 150° Italia war eine Phase, in der der Windkanal falsche Daten ausgespuckt hat. Zudem wurde Technikchef Aldo Costa entlassen und Ex-McLaren-Mann Pat Fry auf seinen Posten befördert. Das scheint Wirkung zu zeigen: "Das Auto wird immer besser, denn die letzten drei Rennen waren bisher unsere besten: Monaco, Kanada, Valencia", lobt Fernando Alonso. "Die Richtung stimmt. Hoffentlich geht es so weiter."

Fry zieht hinter den Kulissen die Fäden, um Ferrari wieder auf den richtigen Weg zu bringen: "Wir versuchen, unsere Arbeitsweise zu ändern. Es gibt viele clevere Leute bei Ferrari, aber wir müssen ihnen Freiraum geben, damit sie Ideen entwickeln und kreativer sein können", so der Brite. Weitere personelle Änderungen sind derzeit nicht angedacht; vielmehr ist es ihm ein Anliegen, die Simulationswerkzeuge zu verbessern.

¿pbvin|512|3838||0|1pb¿"Wir haben im April Änderungen vollzogen und mit denen fahren wir fort. Wir begutachten die Art und Weise, wie wir den Windkanal betreiben. Das wollen wir ändern, was wohl nächste Woche passieren wird", beschreibt er seine bisherige Arbeit. "Außerdem studieren wir die Nutzung von Simulationswerkzeugen, um herauszufinden, was besser ist. Wir versuchen ein Fundament aufzubauen, um gute technische Entscheidungen treffen zu können."

Soll heißen: Die Ferrari-Belegschaft in der Gestione Sportiva ist nicht plötzlich inkompetent geworden, sondern war wohl in den vergangenen Monaten aufgrund von Kalibrierungsproblemen auf falsche Daten angewiesen. Doch jetzt geht es endlich vorwärts: "Wir waren am Saisonbeginn ein oder eineinhalb Sekunden hinter Red Bull. Jetzt sind es noch ungefähr sechs Zehntel", sieht Alonso seinen Arbeitgeber auf dem richtigen Weg.


Fotos: Ferrari, Großer Preis von Europa, Samstag


"Wir haben definitiv aufgeholt - und in Silverstone und den nächsten Rennen kommen weitere neue Teile", schöpft der Spanier Mut für die bevorstehenden Grands Prix. "Die Probleme mit dem Windkanal haben wir lokalisiert, leider halt zu spät. Jetzt hinken wir zwei, drei Monate hinterher, aber trotzdem stehen heute beide Ferraris unter den ersten Fünf. Das ist eine gute Leistung des Teams und der Ingenieure."

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