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Ferrari am Limit: Mehr ging nicht

Für Ferrari war schon vor dem Rennen klar, dass man in Japan die erste Geige Red Bull würde überlassen müssen und betrieb mit Platz drei Schadensbegrenzung

(Motorsport-Total.com) - Fernando Alonso schloss das Rennen in Suzuka knapp hinter den fliegenden Red Bull ab und hielt mit Platz drei zumindest seine WM-Chancen intakt. Teamkollege Felipe Massa war nach einer der zahlreichen Startkollisionen früh ausgeschieden, ein lachendes und weinendes Auge für Maranello. Viel helfen hätte der Brasilianer seinem Teamkameraden auch nicht können, gegen Sebastian Vettel und Mark Webber war heute kein Kraut gewachsen.

Fernando Alonso

Mit Platz drei in Suzuka hielt Fernando Alonso seine WM-Chancen intakt Zoom

"Wir möchten zuerst den Hinterbliebenen der gefallenen Soldaten in Afghanistan unser Beileid aussprechen", ergriff Teamchef
Stefano Domenicali das Wort. "Das hat uns tief getroffen. Dann möchte ich das Team loben, welches an einem ungewöhnlichen Tag eine außergewöhnliche Leistung geboten hat. Wir wussten, dass Red Bull hier sehr stark sein würde und auch andere Teams haben sich heute Morgen sehr konkurrenzfähig gezeigt."

"Der dritte Platz ist daher ein großartiges Ergebnis und hält uns an der Spitze im Kampf um den Titel. Leider haben unsere Ambitionen in der Konstrukteurswertung einen Knacks bekommen, weil Felipe nach einem Startunfall aufgeben musste. Es ist sehr schwierig, die abschließenden drei Rennen vorherzusagen. Wir werden uns jeden Tag extrem konzentrieren müssen. Abschließend möchte ich noch unseren Kundenteams gratulieren, die weitere drei Ferrari-Motoren in die Top 10 gebracht haben."

Massa vom harten Gesetz des Mittelfeldes getroffen

Felipe Massa

Felipe Massa musste sein demoliertes Dienstgefährt früh abstellen Zoom

"Heute lag wirklich ein Fluch auf mir", gab sich Massa kleinlaut, der nach einem Fahrfehler in der ersten Kurve Vitantonio Liuzzi mit ins Verderben gerissen hatte. "Dank des Verkehrs im Qualifying habe ich es erst nicht ins Q3 geschafft und am Nachmittag habe ich es nicht über die ersten zwei Kurven hinaus geschafft. Am Start war Rosberg vor mir sehr schlecht weggekommen und ich habe versucht, nach links auszuweichen, aber da war schon Sutil."

"Dann bin ich nach rechts ausgewichen und fand mich auf dem Gras wieder. Auf dem Kerb hob das Auto dann ab und so bin ich in Liuzzi reingefahren. Es ist eine Schande, denn Fernando hat das Potenzial unseres Autos gezeigt. Seine Pace war gut und ich hätte einige Punkte sammeln können. Mein Hauptproblem bleibt das Qualifying, da hatte ich auch ohne Verkehr einige Probleme."

"Im Rennen schaut es dann immer besser aus, aber man weiß ja, wie schwer es sich überholen lässt. Die vergangenen beiden Rennen waren für mich sehr frustrierend, aber wir haben dieses Jahr schon oft gesehen, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Ich werde in den verbleibenden Rennen mein Bestes geben."

Alonso hofft in den verbleibenden Rennen auf mehr Glück

Fernando Alonso, Jenson Button

Platz drei war für Ferrari-Pilot Fernando Alonso heute das Maximum Zoom

"Zusammengefasst war es für uns ein sehr positiver Tag", erklärte Alonso. "Die Strecke war für Red Bull wie gemacht, trotzdem sind wir aufs Podium gefahren und haben nur drei Punkte auf den Meisterschaftsführenden verloren. Wir hatten durch den Ausfall von Kubica Glück, denn damit war ein möglicherweise sehr starker Konkurrent aus dem Weg. "

"Ich hatte keinen guten Start. Das lag wohl an der Kupplung. Doch dann habe ich zum Glück bald Button geschnappt. In der ersten Rennhälfte sind wir sehr defensiv gefahren, um die McLaren auf Distanz zu halten. Dann haben wir gemerkt, dass sie keine große Bedrohung darstellen und uns auf die Red Bull konzentriert. Da war aber nicht viel zu machen. Sie waren hier perfekt und in dieser Form sind sie kaum zu schlagen."

"Die Erfahrung lehrt uns zumindest, dass dies nicht immer so sein muss, sonst wären sie längst Meister. Wir müssen alle Möglichkeiten nutzen, die uns noch verbleiben und den F10 weiter verbessern: Hier in Suzuka bekamen wir neues Öl von Shell und kleinere aerodynamische Updates. Auch in den kommenden Rennen werden wir jedes Mal auf neue Teile zugreifen. Vielleicht ergeben sie in der Summe ein paar zusätzliche Zehntel. Wir kehren aus Japan mit erhobenen Köpfen zurück. Wir wissen, dass wir Webber in jedem der kommenden Rennen schlagen müssen, um es an die Spitze zu schaffen."

Chris Dyer lobte die Anstrengungen seines Teams: "Es war durch die Verlegung des Qualifyings für das gesamte Team ein sehr anstrengender Tag, der nicht gut für uns begann: Fernando hat in Q3 keine perfekte Runde erwischt und Felipe hatte Probleme, die ihn von einem Einzug ins Q3 abhielten. Am Start haben wir sofort Felipe verloren und das war sehr enttäuschend, weil er für ein gutes Rennen hätte sorgen können."

"Fernando ist fantastisch gefahren und für uns das Maximum erzielt, was wir hier hätten erreichen können. Er ist fast das ganze Rennen im Quali-Modus gefahren. Ich denke, wir haben den Schaden so gut wie möglich in Grenzen gehalten und hoffen, dass wir in den kommenden Rennen konkurrenzfähiger sind."

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