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F1-Teams einig: Höhere Heckflügel guter Kompromiss

Die für 2019 geplanten, höheren Heckflügel sind weder optisch noch technisch ein großes Problem, sondern die richtige Maßnahme, sind sich die Formel-1-Teams einig

(Motorsport-Total.com) - Die späte Regeländerung, die Heckflügel der Formel-1-Boliden im kommenden Jahr um fünf Zentimeter nach oben zu versetzen ist der beste Kompromiss aus Sicherheit und aktueller Optik, sind sich die Ingenieure im Fahrerlager einig. Wie von Motorsport-Total.com berichtet, werden die Flügel in der kommenden Saison höher, um ein größeres Sichtfenster zwischen Seitenkästen und dem Hauptelement des Flügels zu garantieren. Diese Maßnahme ist Teil eines Aktionsplans, um die Übersicht der Formel-1-Piloten nach hinten zu verbessern.

Nico Hülkenberg

Nach nur zwei Jahren müssen die flachen und breiten Heckflügel wieder weichen Zoom

"Das ist nur ein Beispiel für den Austausch, der zwischen den Teams und FIA stattfindet", sagt Ben Agathangelou, Chefaerodynamiker beim Team Haas mit Blick auf den Entscheidungsprozess. "Es war schon spät, aber es gab schon länger Diskussionen, um den Blick nach hinten zu verbessern. Auch eine Reduzierung der Flügelhöhe war im Gespräch", offenbart er eine andere Idee. "Dass er jetzt um 50 Millimeter nach oben wächst, ist keine riesige Veränderung. Wir sind alle mit dem Prozess der Entscheidungsfindung vertraut - und dieser Prozess war fair", lobt er die Einigkeit der Teams.

Nachdem Valtteri Bottas McLaren-Pilot Stoffel Vandoorne vergangenes Wochenende in Spa versehentlich abgedrängt hatte war die Diskussion um die schlechte Übersicht in den aktuellen Fahrzeugen erneut hochgekocht. Einen ähnlichen Vorfall hatte es bereits vor der Sommerpause in Österreich gegeben, als Sebastian Vettel Carlos Sainz aufgrund mangelnder Sicht nach hinten versehentlich ausgebremst hatte.

Stoffel Vandoorne

Ein Opfer von Bottas schlechter Sicht: Stoffel Vandoorne in Belgien Zoom

Die Veränderung des Heckflügels stellt die Teams vor keine großen Probleme, glaubt auch Saubers Technikdirektor Simone Resta. "Es wird wohl keine dramatischen Veränderungen geben", pflichtet er seinem Kollegen vom Team Haas bei. "Natürlich hilft es uns, wenn die Regeln so früh wie möglich feststehen. So können wir die Rahmenbedingungen abstecken, in deinen das Auto dann entwickelt wird. Aber jeder hier hat eine große Gruppe an Ingenieuren hinter sich und kann sich der Situation anpassen. Vor allem geschieht es hier ja aus Sicherheitsgründen", sieht auch Resta die späte Änderung wenig kritisch.

Auch Ferraris Cheftechniker Mattia Binotto unterstreicht in diesem Zusammenhang, dass die Teams in der Sichtfrage nicht von der FIA genötigt wurden. Vielmehr sei die Entscheidung zusammen mit den Teams gefallen, betont er. "Man kann die Regeln nicht einfach ändern, wenn sich die Teams nicht einstimmig dafür aussprechen. Wir haben es alle akzeptiert, also müssen wir ja auch irgendwie in der Lage sein, die Veränderung zu stemmen", zeigt auch er sich entspannt. "Es wurde uns nicht diktiert. Wir haben es in den technischen Arbeitsgruppen ausdiskutiert und alle zugestimmt", betont er die Einigkeit nochmals.

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