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Ereignisreicher Testauftakt in Barcelona

Von Unfällen, Luftleitblechen, Defekten und Problemen: Lewis Hamilton fuhr am ersten Tag der Tests in Barcelona Bestzeit

(Motorsport-Total.com) - Mit dem heutigen Auftakt der bis Sonntag dauernden Testfahrten auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona begann die heiße Phase der Saisonvorbereitungen 2008. Bei bewölkten Bedingungen, aber auf trockener Strecke kam es zu einer ganzen Reihe an Zwischenfällen - und zu einem schweren Crash, der aber glimpflich ausging.

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton fuhr am ersten Testtag in Barcelona eine überlegene Bestzeit

Der Pechvogel war Kazuki Nakajima (13./1,692/35 Runden), passiert ist das Ganze kurz vor der Mittagspause: Der Williams-Toyota-Pilot erlitt am Ende der Start- und Zielgeraden wegen eines Montagefehlers einen Frontflügelbruch und krachte mit seinem unmanövrierbaren FW30 trotz der neu asphaltierten Auslaufzone, die das bisherige Kiesbett ersetzt, geradeaus in die Barrieren. Das Auto wurde dabei leicht beschädigt, Nakajima selbst zog sich keinerlei Verletzungen zu.#w1#

Williams musste Tests abbrechen

Dennoch hatte der Unfall gravierende Auswirkungen auf das Testprogramm des Teams aus Grove, denn das Nakajima-Chassis muss über Nacht repariert werden und auch Nico Rosberg (9./+ 1,190/12 Runden) blieb in der Folge sicherheitshalber an der Box, bis der Schaden geklärt war. Der Nakajima-Abflug war übrigens ohnehin schon die vierte von insgesamt neun roten Flaggen des heutigen Tages, so dass für die acht anwesenden Teams viel Fahrzeit verloren ging.

Kazuki Nakajima

Der FW30 von Kazuki Nakajima kam auf dem LKW an die Box zurück Zoom

Schnellster war auf dem 4,655 Kilometer langen Kurs Vizeweltmeister Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes/84 Runden) mit einer Bestzeit von 1:22.263 Minuten. Der Brite fuhr damit in seiner eigenen Liga und war auch deutlich schneller als sein Teamkollege Gary Paffett (6./+ 1,086/47 Runden) im zweiten MP4-23. Paffett löste obendrein auch noch drei rote Flaggen aus, eine davon mit einem selbstverschuldeten Dreher.

Hinter Hamilton landeten Lokalmatador Fernando Alonso (+ 0,626/61 Runden) und Robert Kubica (+ 0,720/66 Runden) in den neuen Autos von Renault beziehungsweise des BMW Sauber F1 Teams. Dass man die Testzeiten aber nicht allzu ernst nehmen darf, bewies der vierte Platz von Giancarlo Fisichella (+ 0,752/100 Runden) im Vorjahreswagen F8-VII-B von Force India. Nick Heidfeld (BMW Sauber F1 Team/+ 1,007/53 Runden) wurde Fünfter, obwohl er abends in der Boxengasse strandete.

Red Bull mit neuem Luftleitblech

Für einige hochgezogene Augenbrauen sorgte indes das Red-Bull-Team, das heute die erste der angekündigten aerodynamischen Modifikationen aus dem Hut zauberte. Konkret handelte es sich dabei um ein Luftleitblech, das die Motorhaube verlängert und den Luftstrom vor dem Heckflügel des Red-Bull-Renault RB4 stabilisiert. Der Witz an der Sache: Damit das auch in schnellen Kurven funktioniert, ist der Fortsatz auf Höhe des Heckflügels eher kurz, darüber aber recht lang.

Mark Webber

Kurios: Red Bull packte heute ein skurril anmutendes Luftleitblech aus Zoom

Trotzdem lief bei den Austro-Briten mit Sitz in Milton Keynes nicht alles rund, denn Mark Webber (11./+ 1,284/63 Runden) war schon gegen 10:00 Uhr der Erste, der eine rote Flagge verursachte. Am Nachmittag landete dann auch sein Teamkollege David Coulthard (10./+ 1,228/60 Runden) einmal neben der Strecke, aber mit Hilfe von den Streckenposten konnte sich der Schotte wieder aus dem Kiesbett befreien und weiterfahren.

Die übrigen roten Flaggen wurden durch Sébastien Bourdais (12./Toro-Rosso-Ferrari/+ 1,573/65 Runden) Nelson Piquet Jr. (7./Renault/+ 1,104/46 Runden) und Alonso ausgelöst. Außerdem erlebte Honda einen katastrophalen Tag mit dem RA108: Rubens Barrichello (+ 1,862/55 Runden) räuberte morgens zweimal durchs Kiesbett, zog in der Boxengasse eine Rauchschwade hinter sich her und wurde vor Teamkollege Alexander Wurz (+ 4,712/26 Runden) Vorletzter.

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