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  • 24.12.2017 · 15:01

  • von Dieter Rencken & Dominik Sharaf

Ein Antrieb, alle Rennserien: Todt wärmt "Weltmotor-Idee"auf

Der FIA-Präsident kann sich vorstellen, dass Formel 1 und LMP1 eines Tages mit dem gleichen Antrieb fahren - So könne sogar Red Bull in Le Mans antreten

(Motorsport-Total.com) - Ein Antrieb für alle bedeutenden Rennserien: Die Idee eines "Weltmotors" mit dem Ausgangspunkt Formel 1 ist nicht neu, aber lange kein Thema in der Szene mehr gewesen. FIA-Präsident Jean Todt wärmt die Debatte um ein als utopisch bezeichnetes Projekt wieder auf: "Auch wenn es nicht einfach ist: Können wir einen Motor nicht in anderen Serien nutzen?", fragt er und glaubt an ein lohnendes Projekt "Derzeit gibt es überall eigene Regeln. Wir sollten versuchen, Synergien zu nutzen."

Jean Todt

Jean Todt hat große Pläne: Er möchte Formel 1 und WEC auf eine Basis stellen Zoom

Todt denkt an die Top-Prototypen der Langstrecken-WM (WEC), wo ein freies Reglement für jegliche Diesel- und Ottomotoren herrscht. Heißt: Für den Hubraum gibt es in der LMP1-Klasse keine Vorschriften, die Leistung wird nur über die Spritdurchflussmenge reguliert. Es bleibt den Herstellern überlassen, ob sie auf zusätzliche Hybridtechnik setzen, solange es sich nicht um einen reinen Elektromotor handelt. Ein ganz anderer Ansatz als in der Formel 1, aber laut Todt nicht unvereinbar.

Er verweist auf eine ähnliche Laufleistung, wenn in der Königsklasse drei bis vier Aggregate pro Saison eingesetzt werden. "So kommt man auch auf 5.000 Kilometer (pro Motor; Anm. d. Red.). Das längste Rennen in der WEC sind die 24 Stunden von Le Mans, wo rund 5.000 Kilometer zurückgelegt werden", rechnet Todt vor. "Es könnte sinnvoll sein." Als FIA-Präsident hat Todt nicht nur das Wohl der Formel 1 im Blick, sondern will die Konzerne auch auf die Langstrecke locken.

Er liebäugelt damit, dass Ferrari, Mercedes, McLaren oder sogar Red Bull ihre Technik nutzen, um auch bei Sportwagen-Rennen anzutreten. Denn es geht Todt nicht nur um Autobauer, die einen Spagat wagen sollen. Er denkt auch an Privatiers, die ihr Projekt kostengünstig auf zwei Pfeiler stellen könnten, wenn ein unabhängiger Zulieferer mit einem doppelt nutzbaren Triebwerk auf den Markt kommt: "Vielleicht sind Sportwagen-Unternehmen gewillt, so einen Motor zu entwickeln", sagt er.

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