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Ecclestone um neue Formel-1-Teams besorgt

Bernie Ecclestone glaubt nicht, dass alle geplanten Teams wirklich kommen werden, und kann sich ein drittes Auto in abgewandelter Form vorstellen

(Motorsport-Total.com/SID) - Bernie Ecclestone sorgt sich um seine neuen Teams und befürchtet den kurzfristigen Rückzug von einem oder sogar mehreren der geplanten Neulinge. Bereits Ende 2009 hatte der Formel-1-Geschäftsführer angedeutet, dass zwei der vier neuen Projekte scheitern könnten: "Das glaube ich weiterhin. Ich glaube, die werden gar nicht zum ersten Rennen kommen. Aber warten wir ab."

Bernie Ecclestone

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone zweifelt weiterhin an Campos und US F1

"Sie sagen natürlich, die Lage sei nicht dramatisch, wenn sie darauf angesprochen werden, aber ich bin sicher, sie ist dramatisch", so Ecclestone am Rande der Ferrari-Wrooom-Medientage in Madonna di Campiglio. "Das Problem ist das Geld. Selbst mit den realistischeren Budgets fällt es diesen Teams schwer, das notwendige Geld aufzutreiben. Wir haben eine weltweite Finanzkrise und es gibt nicht mehr so viele Sponsoren wie früher."#w1#

Sorgen um die Zukunft der Serie macht der Brite sich aber nicht: "Uns geht es gut. Zehn solide und starke Teams sind alles, was wir brauchen", sagt er. Eigentlich sollte das Starterfeld 2010 von zehn auf 13 Teams und damit von 20 auf 26 Autos vergrößert werden. Probleme plagen vor allem das Campos-Team. Auch der US-F1-Rennstall hat die Finanzierung der Saison offenbar noch nicht gesichert. Das bisherige Manor-Team, für das 2010 der Deutsche Timo Glock fahren soll, steht nach dem Einstieg der Virgin-Gruppe des britischen Milliardärs Sir Richard Branson wohl auf soliden Beinen.

In Zusammenhang mit den Problemen der neuen Teams brachte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali heute erneut die Idee ins Spiel, künftig drei statt zwei Autos einzusetzen. Den dritten Ferrari würde man dann möglicherweise an Valentino Rossi vergeben. Ecclestone ist dieser Idee grundsätzlich nicht abgeneigt: "Ich glaube, dass ein oder zwei der neuen Teams viel besser dran wären, wenn sie nur ein Auto einsetzen müssten, das sie von einem anderen Team zur Verfügung gestellt bekommen könnten."

Nicht informiert ist Ecclestone nach eigener Auskunft darüber, ob der Automobil-Weltverband FIA gegen den Freispruch für den früheren Renault-Teamchef Flavio Briatore Einspruch einlegen wird: "Sie haben das Recht, dagegen in Berufung zu gehen. Ob sie die Berufung schon in die Wege geleitet haben oder nicht, weiß ich nicht", sagt er.

FIA-Präsident Jean Todt hatte unmittelbar nach Briatores Erfolg vor einem französischen Gericht angekündigt, einen Einspruch vorbereiten zu wollen. Briatore war am 21. September lebenslang aus der Formel 1 verbannt worden. Gemeinsam mit dem damaligen Technikchef Pat Symonds, der für fünf Jahre ausgeschlossen wurde, hatte er den damaligen Fahrer Nelson Piquet jun. 2008 in Singapur zu einem absichtlichen Unfall überredet.

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