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Doppelprogramm bei Marussia-Virgin

Adrian Quaife-Hobbs am Vormittag, Charles Pic am Nachmittag - Marussia-Virgin ließ gleich zwei Neulinge auf die Strecke

(Motorsport-Total.com) - Neben McLaren war Marussia-Virgin heute das einzige Team, welches zwei Fahrer ans Steuer ließ. Im Gegensatz zu Technologie-Partner McLaren, wo mit Oliver Turvey und Gary Paffet zwei alte Bekannte testen durften, vertrauet der russisch-britische Rennstall sein Auto zwei Neulingen an. Vor allem für Charles Pic, der am Nachmittag zum Einsatz kam, war es ein erster Härtetest. Der Franzose wird aller Voraussicht nach in der kommenden Saison neuer Teamkollege von Timo Glock.

Charles Pic

Für Charles Pic war der heutige Nachmittag erst der Auftakt des Testporgramms Zoom

Am Vormittag wurde jedoch zunächst Adrian Quaife-Hobbs für seine guten Leistungen in der diesjährigen GP3 belohnt. Der 20-Jährige fährt dort für Manor, das Juniorteam des Formel-1-Rennstalls, und gewann in diesem Jahr ein Rennen in Valencia. Bei seiner Formel-1-Premiere fuhr er 32 Runden und war mit 1:47.292 Minuten heute das Schlusslicht der Zeitentabelle. Allerdings stand für den Briten zunächst auch die Entdeckung der Langsamkeit auf dem Programm.

Messfahrten statt Zeitenjagd

Denn zu Beginn des Testprogramms musst Quaife-Hobbs im Speedlimiter mit konstanter Geschwindigkeit die Geraden herunterfahren, um aerodynamische Messdaten zu erfassen. Erst im Anschluss konnte er ein paar schnelle Runden in Angriff nehmen, war von seinen ersten Metern in der Formel 1 aber dennoch begeistert: "Das war eine großartige Erfahrung, ich habe viel gelernt. Ich konnte am Schluss zwei frische Sätze Reifen fahren und begann gerade erst, das Fahrverhalten des Autos richtig kennenzulernen."

Für Charles Pic, der sich mit zwei Siegen und drei Polepositions in der abgelaufenen GP2-Saison sportlich durchaus für die Formel 1 empfohlen hat (und zudem angeblich über eine 8 Millionen Euro Mitgift seines Vaters verfügt, der Generalimporteur für Mercedes-Lkw in Frankreich ist), markierte der heutige Tag den Beginn einer wahrscheinlich längeren Zusammenarbeit mit Marussia-Virgin. Hartnäckige Gerüchte, dass er bereits für 2012 unterschrieben hat, wollte Pic heute weder bestätigen noch dementieren.


Fotos: Marussia-Virgin, Young-Driver-Test in Abu Dhabi


Der 21-Jährige absolvierte in 30 Runden ein ähnliches Testprogramm wie Quaife-Hobbs, war aber trotz der am Nachmittag niedrigeren Streckentemperaturen mit einer Zeit von 1:46.930 Minuten nur gut drei Zehntelsekunden schneller als sein Kollege. "Am Ende wollten wir einige Einstellungen am Auto ändern, aber das hätte zu lange gedauert. Wir haben uns dann entschieden, damit bis morgen zu warten und den Satz Reifen zu sparen", gibt Pic, der am Mittwoch den gesamten Tag bestreiten wird, als Erklärung an.

Pic: Multitasking ist gefragt

"Heute nachmittag ging es vor allem darum, das Auto kennenzulernen und meinen Fahrstil anzupassen, denn von der GP2 in die Formel 1 ist es ein schon noch ein Schritt. Man bekommt auf der Runde viele Informationen und muss einige Dinge einstellen, aber trotzdem auf die Strecke konzentriert bleiben. Das musste ich alles verstehen und lernen. Morgen ist dann der große Tag, an dem wir verschiedene Reifen testen werden", beschreibt Pic seine ersten Eindrücke.

Teamchef John Booth war mit der Leistung seiner beiden Testfahrer zufrieden: "Sie haben beide einen guten Job gemacht. Wir haben es vorgezogen, sie mit der gleichen Reifenmischung wie am Wochenende auf die Strecke zu schicken, um besser Vergleichswerte zu erhalten. Der superweiche Reifen wäre auf eine Runde sicherlich noch einmal deutlich schneller gewesen."

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