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Deal mit McLaren: Das sagt Toyota zu einer möglichen F1-Rückkehr

McLaren und Toyota intensivieren ihre Zusammenarbeit - Was das für ein mögliches Formel-1-Comeback des japanischen Herstellers bedeutet

(Motorsport-Total.com) - Wird der Austausch zwischen McLaren und Toyota bald noch intensiver? Zwar beendete das Formel-1-Team kürzlich einen langjährigen Vertrag über die Nutzung von Toyotas Windkanal in Köln und verlagerte sein Programm ins Werk nach Woking. Doch damit endet die Zusammenarbeit nicht.

Titel-Bild zur News: Andrea Stella

McLaren-Teamchef Andrea Stella freut sich auf den Austausch mit Toyota Zoom

Im Gegenteil: Die Partnerschaft zwischen den beiden Marken wird eher immer enger. Das wurde vor dem Grand Prix von Japan deutlich, als McLaren bekannt gab, dass Toyota-Nachwuchsfahrer Ryo Hirakawa als Reservefahrer für 2024 verpflichtet wird.

Als Teil der Vereinbarung wird der Japaner auch an McLarens Simulatorprogramm teilnehmen und einige Tests im Auto von 2021 durchführen. Dass die Wahl auf Hirakawa fiel, war durchaus überraschend, da er sich zuvor noch nie auf dem Radar der Formel-1-Teams befand.

Dass er das nun doch tut, unterstreicht die Ambitionen von Toyota, stärkere Verbindungen zum Grand-Prix-Sport zu knüpfen. Dafür spricht auch die Anwesenheit des Toyota-Vorsitzenden Akio Toyoda bei McLaren im Rahmen einer Delegation des japanischen Herstellers beim Grand Prix von Japan vor einer Woche.

Es gab sogar Gerüchte, dass McLaren Toyota als potenziellen künftigen Motorenpartner auf dem Radar haben könnte, sollte es sich irgendwann für eine Formel-1-Rückkehr entscheiden.

So kam es zur Verpflichtung von Hirakawa

Auf die Hintergründe der Verpflichtung von Hirakawa angesprochen, erklärt McLaren-Teamchef Andrea Stella: "Da wir ein Fahrerentwicklungsprogramm gestartet haben, gibt es eine Menge Leute, die an die Tür klopfen. Wir bemühen uns aktiv um Talente, aber wir haben auch Interesse von anderen Talenten, an dem Programm teilzunehmen."

"Das ist gut, denn es zeigt, dass wir unter diesem Gesichtspunkt glaubwürdig sind", betont Stella. "Wir freuen uns natürlich sehr, dass Ryo und Toyota dem Team in Bezug auf das Fahrerentwicklungsprogramm beitreten wollten."

"Wir haben die Gelegenheit genutzt und ihn in den Pool der Reservefahrer aufgenommen. Unser Interesse gilt aber nicht nur dem Fahrer selbst. Wir sind auch an einem Austausch darüber interessiert, wie wir mit Performance, wie wir mit der Fahrerentwicklung umgehen. Wir wollen also unseren Horizont ein wenig erweitern."


Fotostrecke: Alle Formel-1-Autos von McLaren seit 1966

Auch wenn die Möglichkeit besteht, dass in den nächsten Jahren engere Beziehungen geknüpft werden, scheinen Andeutungen, Toyota wolle definitiv in die Formel 1 zurückkehren, im Moment allerdings noch verfrüht zu sein.

F1-Rückkehr von Toyota: Sag niemals nie

Kazuki Nakajima, Berater von Toyota Gazoo Racing, sagte am Rande des Grands Prix von Japan, dass der Vertrag mit Hirakawa kein erster Schritt in Richtung eines Comebacks im Grand-Prix-Sport sei. Aber er ließ die Tür offen, dass sich die Dinge in den nächsten Jahren ändern könnten.

"Im Moment ist es eindeutig ein Nein", kommentierte er Toyotas Interesse an der Formel 1. "Bei diesem Deal geht es wirklich nur um einen Fahrer, um die Unterstützung des Traums eines Fahrers. Im Moment hat das wirklich nichts damit zu tun."

"Ich weiß natürlich, dass man darüber nachdenken kann, und es gibt viele Gerüchte. Aber ich kann ganz klar sagen, dass das nicht der Fall ist und nichts damit zu tun hat", betonte Nakajima, fügte aber hinzu: "Für die Zukunft weiß man nie."

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