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Daniil Kwjat: "Habe viele Optionen", aber Ziel bleibt die Formel 1

Als Ersatzpilot für Alpine ist Daniil Kwjat dem Formel-1-Paddock erhalten geblieben - Über seine Zukunft sagt er: "Ich will auch nächstes Jahr in der Formel 1 sein"

(Motorsport-Total.com) - Er hofft auf eine dritte Chance in der Formel 1: Ende 2020 verlor Daniil Kwjat seinen Stammplatz bei AlphaTauri, die mit Yuki Tsunoda ein junges, vielversprechendes Talent verpflichteten. Nur zwei Jahre nach seinem Comeback geriet Kwjat damit erneut in Abseits, fand aber Anschluss bei Alpine (ehemals Renault).

Daniil Kwjat

Daniil Kwjat wägt bereits seine Optionen nach diesem Formel-1-Jahr ab Zoom

Der Rennstall verpflichtete den Russen als Ersatzfahrer, wodurch er immer noch zum erweiterten Kreis des Formel-1-Kaders zählt und parat steht, sollte ein Stammpilot verletzungs- oder krankheitsbedingt, etwa wegen Corona, ausfallen.

Im Gespräch mit dem russischen Sportkanal 'Match TV' wurde Kwjat jüngst auf seine derzeitige Situation angesprochen. "Es ist alles in Ordnung bei mir. Ich habe eine neue Rolle im Team - als Reservefahrer. Ich arbeite im Simulator und komme als Ersatzpilot zu den Rennen", erklärt der 27-Jährige seine Aufgaben.

"Es ist interessant, mit dem Team zu arbeiten. Es ist ein neues Team hier, interessante Jungs. Ich habe mit vielen bei Renault schon 2015 und 2016 gearbeitet." Damals fuhr er für Red Bull, die zu der Zeit einen Renault-Motor im Heck hatten.

Nach nur vier Rennen in der Saison 2016 wurde Kwjat jedoch zurück ins B-Team Toro Rosso degradiert. Ausschlaggebend dafür war eine Kollision mit Sebastian Vettel beim Grand Prix von Russland. Nach 2017 verlor er schließlich auch seinen Platz bei Toro Rosso, kehrte ein Jahr später aber zurück.

Nun also die Rolle des Ersatzpiloten im Team von Alpine. "Ich bin überall, in der Fabrik und auf der Strecke - als Reservefahrer. Wenn den Hauptpiloten etwas passiert, bin ich jederzeit bereit, ins Auto zu springen", sagt Kwjat. Was seine Zukunft betrifft, verrät er: "Ich habe viele Optionen. Die sollte man in Ruhe abwägen."

"Ich will auch nächstes Jahr in der Formel 1 sein", betont der 27-Jährige selbstbewusst. "Wir werden mit meinem Manager an Optionen arbeiten. Man muss dieses Jahr abwarten, die Optionen betrachten, viele Faktoren in Betracht ziehen, welche Teams, welche Serien, wie groß die Popularität ist und so weiter."