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Damon Hill: Für Sebastian Vettel kann es nur noch bergab gehen

Damon Hill macht sich Sorgen um die Situation von Sebastian Vettel bei Ferrari und spricht über mögliche Gedanken bei einem bevorstehenden Karriereende

(Motorsport-Total.com) - "Vettels Situation ist etwas besorgniserregend", sagt Damon Hill und reiht sich damit in die Expertenriege ein, die Sebastian Vettel eine schwierige Saison vorhersagen. Denn bereits vor dem ersten ausgetragenen Rennen hat der Deutsche verkündet, dass er 2021 nicht mehr für Ferrari fahren wird. Damon Hill weiß, was das heißt: "Die Welt richtet sich sofort auf die Zukunft."

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel steht vor seiner letzten Saison bei Ferrari Zoom

Bei Ferrari mag Vettel zwar noch eine Umarmung seiner Crew oder ein Abschiedsgeschenk bekommen, doch danach ist er aus den Köpfen. Das könnte auch während der Saison noch zu Problemen führen, sollte sich die Scuderia auf Youngster Charles Leclerc ausrichten.

Doch Hill fragt sich vor allem, wie die Zukunft von Vettel aussieht. "Wenn man ganz oben ist, dann ist es schwierig, denn der einzige Weg führt nach unten", sagt er im Podcast unseres Schwesterportals 'Autosport'. McLaren, Renault oder Aston Martin wurde als Destination des Deutschen genannt, doch Hill meint: "Warum sollte er das tun?"

Und sollte Vettel ganz aufhören, "dann gibt es gar keine Spitze mehr", so der Engländer. Doch sollte Vettel wissen, dass er 2021 gar nicht mehr fahren wird, dann könnte das auch im Kopf schwierig werden. "Als ich meine Entscheidung getroffen hatte, wollte ich sofort aufhören", erinnert er sich an sein Karriereende 1999.

"Zu wissen, dass du jetzt noch fünf Rennen überstehen musst, ist sehr schwierig", so Hill. Der Meinung sei auch Bernie Ecclestone, der ihm einmal sagte: "'Wenn ein Fahrer das rote Licht sieht, dann muss er sofort aufhören.' Und ich denke, dass das absolut stimmt. Wenn man es nicht mehr spürt, dann sollte man nicht bis zum Saisonende durchhalten. Hör gleich auf!"


Fotostrecke: "Grazie ragazzi": Sebastian Vettels Ferrari-Momente

Positive Vorbilder seien in dieser Hinsicht Jackie Stewart oder Niki Lauda. Stewart zog nach dem Tod seines Freundes Francois Cevert die Konsequenzen und startete nicht in sein letztes Rennen - es wäre sein 100. gewesen. "Er wusste genau, wann er aufhören sollte", so Hill. Und auch Lauda erkannte, dass er "nicht länger sinnlos im Kreis fahren" wollte und machte vor Saisonende Schluss.

"Sie wissen, wie die Welt funktioniert und wie die Dinge in der Formel 1, der Geschäftswelt oder der Politik laufen. Du musst wissen, wann du aufhören möchtest", so Hill.

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