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"Copygate"-Regeländerung: "Der Teufel steckt im Detail"

James Key ist froh über die das grundsätzliche Urteil gegen Racing Point, sieht aber Probleme bei der Umsetzung der neuen Klarstellungen für 2021

(Motorsport-Total.com) - 400.000 Euro bezahlen und 15 Punkte abgeben - schon kann man das Design eines schnelleren Autos kopieren und sich so immens verbessern. Klingt nach einem guten Deal, oder? Das ist zumindest der Schluss, den man aus dem Urteil gegen Racing Point ziehen könnte. Denn das Team darf die unerlaubten Bauteile weiter verwenden und kommt leidglich mit Verwarnungen davon.

Carlos Sainz, Nico Hülkenberg

Zwei unterschiedliche Philosophien: McLaren und Racing Point Zoom

Dagegen gehen Renault und Ferrari weiter vor. Viele Teams fürchten, dass die Formel 1 sonst zu einer Kopier-WM wird. Doch der Weltverband FIA hat bereits angekündigt, Änderungen am Reglement für 2021 vornehmen zu wollen, um weitere Kopier-Tricks zu unterbinden.

Das freut vor allem McLaren, die sich immer offen gegen die Vorgehensweise von Racing Point gestellt haben und auch Protest gegen das Urteil einlegen wollten, bevor sie diesen jüngst zurückgezogen haben.

"Für uns als unabhängiges Team ist das eine wichtige Klarstellung", sagt Technikchef James Key. "Es ist auch klar, dass es für den Sport wichtig ist, weil es ein komplexer Sport ist, bei dem man nicht einfach so davonkommen kann, wenn man nicht innerhalb der Regeln agiert." Man müsse sicherstellen, dass alle mit gleichen Voraussetzungen nach denselben Regeln arbeiten können.


Prominente Beispiele: In der Formel 1 wurde schon immer kopiert!

Kopieren gehört in der Formel 1 zum Geschäft, nicht erst seit dem Racing Point RP20 in der Saison 2020. In unserem Video zeigen wir prominente Beispie Weitere Formel-1-Videos

Key lobt: "Die FIA leistet da gute Arbeit." Doch er weiß auch, dass der Verband eine Menge Dinge in Erwägung ziehen muss, wie man eine Kopie definiert und wie man das Problem überwacht. "Der Teufel steckt im Detail", so der McLaren-Mann. "Man muss darüber nachdenken, wie man es überwacht. Es gab noch nie das Problem, dass ein Team freiwillig solche Informationen preisgibt."

Auch in Zukunft wird es noch Bauteile geben, die mit anderen Teams geteilt werden dürfen. "Alles andere muss extrem gut überwacht werden. Und die transferierten Teile dürfen auch nicht mit vielen anderen Informationen kommen, was aus technischer Sicht schon ziemlich einfach ist", sagt Key.

Wie man das in den Griff bekommen kann, das weiß er auch nicht. "Aber definitiv muss man dem eine Menge Beachtung geben."

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