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Christian Horner: Verstappen-Aufregung basiert auf Übersetzungsfehler

Red-Bull-Teamchef Christian Horner suggeriert, dass Max Verstappens Betrugsvorwürfe aufgrund eines Übersetzungsfehlers aufgebläht wurden

(Motorsport-Total.com) - "Das passiert halt, wenn du aufhörst zu betrügen": Dieses Zitat von Max Verstappen, geäußert nach dem Grand Prix der USA im niederländischen Fernsehen, sorgte in den vergangenen beiden Wochen für Aufregung im Formel-1-Zirkus - und für Wallungen bei Ferrari-Teamchef Mattia Binotto, der ob der schweren Anschuldigungen des Red-Bull-Piloten extrem verärgert war und dies auch kundtat.

Max Verstappen, Christian Horner

In der Defensive: Max Verstappen und Red-Bull-Teamchef Christian Horner Zoom

Red-Bull-Teamchef Christian Horner sieht sich jetzt, am Rande des Grand Prix von Brasilien (Formel 1 2019 live im Ticker), offenbar genötigt, die Wogen zu glätten: "Max' Aussagen wurden vielleicht [aus dem Kontext gerissen] ...", sagt er im Interview mit 'Sky Sports F1'.

Gleichzeitig suggeriert Horner, dass die Medien an der Aufregung zumindest mitschuldig sind, denn die Zitate seien "aus dem Holländischen ins Deutsche und dann ins Englische übersetzt" worden. Dabei habe so mancher Journalist mit der korrekten Übersetzung "gespielt".

Eine Darstellung, die die gemeinten Medien - darunter auch wir - ungern auf sich sitzen lassen. Das Originalinterview bei 'Ziggo Sport' wurde penibel genau von unseren holländischen Muttersprachlern im Motorsport Network zuerst aus dem Holländischen ins Englische (und dann weiter ins Deutsche) übersetzt. Ein Verzerren des Originalzitats ("Dit gebeurt er als je stopt met vals spelen") zu unterstellen, entspricht schlicht nicht den Tatsachen.

Zumal Verstappen zwar nicht den gleichen Wortlaut, aber doch Aussagen mit gleicher Bedeutung kurz zuvor in der offiziellen FIA-Pressekonferenz zum Besten gegeben hatte. Er sei "nicht überrascht" davon, dass Ferrari in Austin nicht konkurrenzfähig war, sagte er da - und spielte auf die Technische Richtlinie der FIA an: "Das erklärt alles."

Wie dem auch sei: Nach den jüngsten Technischen Richtlinien der FIA zum Thema Motor wurde vor dem Grand Prix von Brasilien eine weitere veröffentlicht (#38). Wer diese "getriggert" hat, ist (noch) nicht öffentlich bekannt. Klar ist aber: Die dahinterliegende Anfrage hatte erneut den Ferrari-Motor zum Ziel.

"In so einem umkämpften und komplexen Business ist es ganz normal, dass die Teams den Technischen Delegierten mit Fragen über ihre technischen Interpretationen darüber, was legal ist und was nicht, bombardieren. Das gilt für die Chassisseite genauso wie für die Motorenseite", so Horner gegenüber 'Sky Sports F1'.

"Am Austin-Wochenende sind ein paar Klarstellungen herausgekommen. Gestern weitere, und möglicherweise noch weitere im Laufe dieses Wochenendes. Das zeigt, dass die FIA diese sehr komplexen Antriebseinheiten sehr genau überwacht."

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