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Chilton mit großem Glück bei Räikkönen-Crash

Max Chilton konnte einer schwereren Kollision mit dem außer Kontrolle geratenen Ferrari von Räikkönen nur knapp entgehen - Bianchi freut sich über Marussia-Pace

(Motorsport-Total.com) - Der Grand Prix von Silverstone begann mit einem echten Paukenschlag: Kurz nach dem Start kam Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen am Ausgang von Kurve 5 von der Strecke ab und musste einen großen Bogen über die Auslaufzone fahren. Zwar kehrte der Finne auf die Strecke zurück, fuhr dabei jedoch über einen kleinen Graben und verlor die Kontrolle über das Auto. Nach einem heftigen Einschlag an der rechten Streckenbegrenzung drehte sich das Wrack quer über die Strecke - und verfehlte Marussia-Pilot Max Chilton nur knapp: "Ich hatte in der ersten Runde bei dem Unfall ehrlich gesagt etwas Glück", so der Brite gegenüber 'Sky Sports F1'.

Max Chilton

Max Chilton hatte bei seinem Heimspiel in Silverstone einen Schutzengel Zoom

Den Unfall beim Heimspiel erlebte Chilton wie folgt: "Ich sah, dass einer der Ferraris über den Randstein schoss und anschließend wieder zurückkam. Offenbar wurde er ausgehoben, und es sah zuerst danach aus, als könnte er das Auto wieder unter Kontrolle bringen, aber dann flog er noch einmal ab, und ich konnte sehen, dass es dieses Mal heftiger war." Alles passierte unmittelbar vor dem Marussia-Piloten, der sich noch immer beeindruckt vom Einschlag zeigt.

"Es war wie eine Explosion, alles flog über die ganze Strecke, und ich sah ein großes silbernes Teil auf mich zukommen. Ich schloss meine Augen, und es gab einen heftigen Aufprall. Gott sei Dank traf es die Nase, flog dann nach links weg und traf meinen linken Vorderreifen", erklärt Chilton erleichtert. So sei nur der Bremsschacht zerstört worden. Eigentlich nahm der 23-Jährige an, dass sein Rennen vorbei wäre. "Aber sie konnten es während der langen Unterbrechung wieder reparieren." Am Ende wurde Chilton 16.

"Ich schloss meine Augen, und es gab einen heftigen Aufprall. Gott sei Dank traf es die Nase." Max Chilton

Bereits während der Reparaturarbeiten nach dem Unfall hatte der Engländer eine Durchfahrstrafe erhalten, weil er bei Roter Flagge in die Box gefahren war. "Ich verstehe, warum sie das gemacht haben. Aber als wir es erfahren haben, lag ich bereits eine Runde zurück. Was bringt es dann noch, mir eine Durchfahrtsstrafe zu geben? Ich denke, dass ich Kobayashi sonst noch eingeholt hätte, denn ich hatte ihn schon einmal überholt."

An die Atmosphäre von Silverstone werde er sich noch lange erinnern, auch wenn es letztlich ein eher durchwachsener Heim-Grand-Prix war: "Es ist großartig da draußen. Ich hatte 20 Runden lang einen wirklich guten Lauf und habe Kobayashi gejagt. Auf der Gegengeraden konnte ich ihn überholen, und als ich nach Luffield kam, konnte ich sehen, dass die Fans komplett durchdrehten. Es war ein Moment, den ich nie vergessen werde."

Für Teamkollege Jules Bianchi, der beim Restart sogar von Platz zehn gestartet war, reichte es am Ende zum 14. Rang. "Ich wusste ja, dass ich die schnelleren Autos nicht würde hinter mir halten können. Es war ein guter Test zu sehen, wie wir uns behaupten können, und es hat mir großen Spaß gemacht." Mit Blick auf die Zukunft zeigt sich der Franzose äußerst zuversichtlich: "Nach dem, was wir heute gesehen haben, fehlen uns nur ein paar Zehntelsekunden, um mit Sauber und Lotus mitzuhalten."

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