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Ceccon "einen Schritt näher" an der Formel 1

Für Kevin Ceccon war der Test im Toro Rosso ein wichtiger Schritt in seiner Karriere, bei dem er auch beim Zuschauen viel gelernt hat

(Motorsport-Total.com) - Nachdem er am Mittwoch den ganzen Tag im Auto gesessen hatte, musste sich Kevin Ceccon am letzten Tag der Young-Driver-Days in Abu Dhabi das Cockpit des Toro Rossos mit Stefano Coletti teilen. Am Vormittag fuhr zunächst der Monegasse, sodass Ceccon nur die Rolle des Zuschauers blieb. Der Italiener, der mit gerade einmal 18 Jahren jüngster Teilnehmer am Young-Driver-Test war, konnte dieser Tatsache jedoch auch etwas Positives abgewinnen.

Kevin Ceccon

Youngster Kevin Ceccon hat bei seinem ersten Formel-1-Test eine Menge gelernt Zoom

"Ich habe Stefano beim Fahren zugesehen und seine Telemetrie-Daten studiert", sagt Ceccon zu 'Autosport'. "Es ist gut, sich das Auto auf diese Weise zu teilen, denn so lernt man mehr". Am Nachmittag durfte er dann wieder selbst ins Lenkrad greifen und verbesserte sich im Vergleich zum Mittwoch deutlich. Seine Bestzeit von 1:43.686 Minuten war über eine Sekunde schneller als am Vortag, seinen Teamkollegen Coletti distanzierte er um gut 0,8 Sekunden.

An seinem zweiten Tag ging der Italiener schon etwas routinierter ans Werk und konnte sich besser auf die Testarbeit konzentrieren. "Das Lenkrad war nicht mehr völlig neu für mich, ich kannte die Funktionen, das war gut. Am wichtigsten war aber, dass wir die Aufgaben, die uns die Ingenieure gestellt haben, komplett abgearbeitet haben. Das war das allerwichtigste."


Fotos: Toro Rosso, Young-Driver-Test in Abu Dhabi


Ansprechende Zeiten, fehlerfreie Arbeit - Ceccon, der erst über die Erfahrung von drei Saisons im Formelsport verfügt, machte bei seinem ersten Formel-1-Test eine gute Figur. Er selbst tut sich jedoch schwer damit, seine Leistung einzustufen: "Das ist schwierig, es waren nur Rookies hier und keine Stammfahrer aus der Formel 1, daher kann man sich nur schlecht mit den anderen vergleichen. Aber ich bin der Formel 1 einen Schritt näher gekommen."

Der nächste Schritt auf diesem Weg wird für den Italiener, der 2011 Meister der Auto-GP wurde, wahrscheinlich die GP2 sein. Nachdem er in diesem Jahr schon einige Rennen für Coloni gefahren hat, steht nur eine komplette Saison auf dem Plan. Dabei will Ceccon von seinen Erfahrungen aus Abu Dhabi profitieren: "An einem Tag im Formel 1 lernt man viele Dinge, die man in anderen Kategorien nicht lernen kann, daher war das sehr wichtig für meine Karriere. Nun muss ich das gelernte im nächsten Jahr richtig anwenden, in welcher Serie auch immer."

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