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Caterham wünscht sich Lockerung der Konstrukteurregeln

Erstmals stellt die FIA im Sportlichen Reglement 2013 klar, welche Teile ein Konstrukteurs selbst designen muss - Caterham wünscht sich mehr Freiheiten

(Motorsport-Total.com) - Das Sportliche Reglement für die Saison 2013 birgt ein Novum. Zum ersten Mal in der Geschichte der Formel 1 findet man darin eine Klarstellung, was unter der Definition des Begriffs Konstrukteur zu verstehen ist und welche Teile ein qualifizierter Konstrukteur selbst produzieren muss. Dies wurde in den vergangenen Jahren dringend notwendig, denn Ende des vergangenen Jahrzehnts stellten Red Bull und Honda ihren B-Teams Toro Rosso und Super Aguri das gleiche Material zur Verfügung. Dies ist seit 2010 nicht mehr erlaubt - mit der Liste will man verhindern, dass es durch Unklarheiten zu einem Comeback der Kundenautos kommt.

Getriebe

Derzeit dürfen die Teams zum Beispiel das Getriebe von anderen Teams beziehen Zoom

"Ein Konstrukteur ist die Person (darunter auch jede juristische Person oder Personengesellschaft), die die aufgelisteten Teile in Anhang drei des Concorde-Agreements von 2009 designt", heißt es im Sportlichen Reglement 2013. Die Liste beinhaltet die Überlebenszelle, Front- und Seitenaufprall-Strukturen, Überrollbügel, Vorder- und Hinterradaufhängung, Aufhängungsgeometrie, Kühler und die Karosserie mit Ausnahme der Airbox, des Auspuffs und anderen Karosseriegeometrien.

Zudem müssen Konstrukteure Flügel, Lenkung, Sitz, Brems- und Gas-Vorrichtungen, Bremsbalance-Verstellung, Bremsenkühlung, Systeme zur Verstellung des Frontflügels, Schaltung und Schaltwippen, Unterboden, Benzintank sowie den Diffusor selbst designen. Das bedeutet, dass der gesamte Antriebsstrang von einem Fremdanbieter bezogen werden kann - wie es zum Beispiel von Caterham praktiziert wird.

Wo Abiteboul die Grenze ziehen will

Cyril Abiteboul

Cyril Abiteboul wünscht sich eine Lockerung des Reglements Zoom

Die ehemalige Lotus-Truppe erhält KERS und Getriebe von Red Bull, der Motor stammt wie beim Weltmeister-Team von Renault. Obwohl man durch den Vertrag mit dem österreichischen Team mit Sitz in Milton Keynes Kosten spart, wünscht sich Teamchef Cyril Abiteboul noch mehr Freiheiten bei der Kooperation mit anderen Teams.

"Wir sollten uns die Sache noch einmal anschauen und überprüfen, ob diese Teile zur Show beitragen oder die Performance grundlegend beeinflussen", fordert er gegenüber 'Autosport' einen pragmatischeren Ansatz. "Wenn die Antwort 'nein' oder 'nicht wirklich' lautet, dann sollten wir einem größeren Austausch zwischen den Teams offener gegenüberstehen."

Wirtschaftssituation als Hintergrund

Als Grund für seine Argumentation nennt er die kritische wirtschaftliche Situation vieler Formel-1-Teams, angefangen beim Lotus-Rennstall, der in der vergangenen Saison einen Grand-Prix-Sieg verbuchen konnte und in der Konstrukteurs-WM starker Vierter wurde. "Selbst wenn die Definition von Wettbewerb die ist, dass man nicht kooperieren sollte, gibt es ein paar Dinge, die wir tun können", glaubt er, dass der Spagat gelingen könnte, ohne ein Kundenauto-System einzuführen.

"Wir befinden uns in einem angespannten wirtschaftlichen Klima, und ein guter Weg, um die Ausgaben und die Kosten bei allen etwas zu verringern, wäre es, die Dinge zu lockern, die die Show nicht grundlegend beeinträchtigen", schlägt der ehemalige Renault-Mann vor.

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