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Carlos Sainz trauert möglichem Red-Bull-Cockpit nicht nach

Turnusmäßig wäre eigentlich Carlos Sainz als nächster bei Red Bull an der Reihe gewesen, doch der Weg führt nach McLaren - Ohne negative Gefühle

(Motorsport-Total.com) - Vor etwa einem Jahr machte Carlos Sainz Druck: Der Sohn von Rallyelegende Carlos Sainz sen. fühlte sich bei Toro Rosso in seinen Entwicklungsmöglichkeiten eingeschränkt. Er wechselte auf eigenen Wunsch als Red-Bull-Leihgabe zu Renault, hatte dort aber einen schweren Stand gegen Nico Hülkenberg. Womöglich ist ihm die Ungeduld nun auf die Füße gefallen, denn Red Bull hat sich für Pierre Gasly statt ihn entschieden. Sainz wird stattdessen Fernando Alonso bei McLaren beerben.

Carlos Sainz

Carlos Sainz wird die Red-Bull-Familie Ende des Jahres endgültig verlassen Zoom

Ob er der Chance hinterhertrauert, den Sprung ins Red-Bull-Mutterteam nicht geschafft zu haben? Er entgegnet: "Es ist unmöglich, enttäuscht zu sein, wenn man zu McLaren geht. Es war schon als Kind mein Traum, eines Tages für McLaren zu fahren." Nur dass das McLaren-Team momentan nur noch ein Schatten seiner selbst ist, von dem Sainz einst geträumt hat...

Dennoch versprüht er Vorfreude: "Es ist mein erster Zweijahresvertrag, da kann ich es kaum erwarten. Nachdem Daniel (Ricciardo) bei Renault verkündet wurde, gab es eine Zeit, in der ich nicht wusste, wohin ich gehen würde. Aber ich hatte meine Möglichkeiten schon ausgelotet und McLaren war schon ein, zwei Jahre lang eine Möglichkeit. So lange stehe ich mit dem Management bereits in Kontakt. Deshalb habe ich mir auch keine Sorgen gemacht."


Fotos: Grand Prix von Belgien, Pre-Events


Anders als so manch anderer Fahrer verabschiedet sich der demnächst 24-Jährige ohne Groll aus der Red-Bull-Familie, zu der er auch als Renault-Werksfahrer noch gehört: "Ich bin nur dank ihnen in der Formel 1. Ich muss ihnen dankbar sein, denn sie haben mich in die Formel 1 gebracht und mir die ganze Karriere erst ermöglicht. Unsere Wege trennen sich im Guten."

Alonso: Geben alles für ein gutes 2019er-Auto

Er tritt nun in die Fußstapfen von Fernando Alonso, der seine Formel-1-Karriere Ende des Jahres beenden wird. Der zweimalige Weltmeister hofft, dass sein Landsmann mehr Glück mit den Autos aus Woking haben wird als er selbst: "Ich hoffe für ihn, dass das nächstjährige mehr Performance hat und bessere Resultate ermöglicht. Unser Ziel bei den letzten neun Rennen des Jahres ist, das 2019er-Auto bestmöglich vorzubereiten." Was dummerweise für ihn bedeuten wird, dass diese neun Rennen nicht viel befriedigender laufen dürften als die bisherigen zwölf...

"Worauf er sich zu 100 Prozent verlassen kann: Das Team ist fantastisch", so der amtierende Le-Mans-Sieger weiter. "McLaren ist ein hervorragendes Unternehmen, das zweitbeste in der Geschichte der Formel 1. Man spürt dieses gewisse Etwas sofort, wenn man in die Hallen kommt oder die Leute trifft - seien es Ingenieure, Designer oder Mechaniker. Alle geben sich voll und ganz der Aufgabe hin, McLaren wieder an die Spitze zu bringen. Wenn man neu ist, ist das ein ganz spezielles Gefühl. Das ist das erste Mal, dass man dieses Gefühl hat, das zweite Mal ist dann beim ersten Barcelona-Test."

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